Aachen: Neue Software testet Schüler auf Lesestörungen

Aachen: Neue Software testet Schüler auf Lesestörungen

17 Prozent aller Kinder der dritten Klasse sollen von Lesestörungen betroffen sein. Diese Zahl meldeten das Forschungszentrum Jülich und das Uniklinikum Aachen im Zusammenhang mit einer Studie, die die Wissenschaftler der beiden Institutionen in der kommenden Zeit durchführen wollen.

Dass es Probleme in diesem Bereich gibt, ist nicht neu. Deshalb hat die Stadt Aachen - auf Initiative des Schulausschusses - eine neue Software für alle Aachener Schulen zur Förderung des Lese- und Rechtschreibverhaltens für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 2 bis 6 angeschafft.

Die Auswahl der Software und die Umsetzung des Projekts haben das IT-Management sowie der Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen, Vertreter der Grund- und Förderschulen sowie des IT-Dienstleisters der Stadt Aachen, die Fa. regio iT aachen GmbH, eng miteinander abgestimmt.

Das Rechtschreibverhalten der Schülerinnen und Schüler kann mit Hilfe dieser Computerprogramme getestet und diagnostiziert werden. Aufgrund einer automatisierten Diagnose der Fehlschreibungen wird softwareunterstützt individuelles Fördermaterial für jedes Kind zusammen- und bereitgestellt. So können die Schülerinnen und Schüler besser gefördert werden.

Ab dem Schuljahr 2009/2010 werden allen Aachener Schulen die Förderprogramme „Fördern@Cornelsen”, für die überwiegende Zahl der Schüler, und „Lernserver Münster”, für Kinder mit besonderen Rechtschreibeschwierigkeiten, kostenlos zur Verfügung gestellt.

Die anfallenden Kosten werden von der Stadt getragen. Weder Eltern, Schülerinnen und Schüler noch die Schulen werden finanziell belastet.