Walheim: Neue Reusen werden einfach weggefischt

Walheim: Neue Reusen werden einfach weggefischt

Im Kampf gegen den Signalkrebs in der Iter haben die Angler einen unerfreulichen Rückschlag hinnehmen müssen. Zehn neue Reusen hatte die Stadt Aachen der Pachtgemeinschaft Inde und Iter finanziert, mit der die Ausbreitung des nordamerikanischen Signalkrebses in der Iter bei Walheim verhindert werden sollte.

Kaum waren die Reusen im Wasser, sind zwei von ihnen auch schon wieder gestohlen worden. „Das ist unbegreiflich. Wir können die Täter nur bitten, die Reusen zurückzubringen. Die Krebse können sie ruhig behalten. Aber was wollen sie mir einer Reuse?”, drückt Carl Kalde von der Pachtgemeinschaft seinen Ärger aus.

Seit fünf Jahren werden die bis zu 18 Zentimeter großen nordamerikanischen Signalkrebse - die auch Minihummer genannt werden und beim Kochen eine hummerrote Farbe annehmen - aus den Gewässern, die sich durch die Städteregion schlängeln, gefischt. Es gibt Tage, da holen die Fischer 30 bis 40 solcher Tiere aus ihren Reusen. Mehr als 5000 haben sie in fünf Jahren gefangen.

Und das ist auch dringend notwendig, denn der Signalkrebs ist Überträger der sogenannten Krebspest und bedroht so eine seltene deutsche Edelkrebskolonie bei Hahn. Diese Edelkrebse stehen auf der roten Liste der gefährdeten Tiere und würden von der Pest binnen kurzer Zeit ausgelöscht.

„Die neuen Reusen waren sehr wichtig, um den Eindringling aufzuhalten”, sagt Kalde und bittet noch mal, die Reusen in Frieden zu lassen.