Aachen: Neue Komödie liefert Kuscheln, Lügen und Ausreden „en masse“

Aachen: Neue Komödie liefert Kuscheln, Lügen und Ausreden „en masse“

Das neue Regisseur-Team Judith Knisch und Ralf Leesmeister ist vollauf damit beschäftigt, das Ensemble des Aachener Heimattheaters auf eine große Aufgabe einzustimmen — die Premiere rückt immer näher. Mit der chaotischen Farce „Taxi! Taxi!“ (in Öcher Platt) wird die neue Spielzeit eröffnet. Übrigens spielen Knisch und Leesmeister in den Hauptrollen mit.

Das Aachener Heimattheater geht neue Wege, es hat sich für die Premiere am Freitag, 13. März, 19.30 Uhr, das „Energeticon“ in Alsdorf auserkoren. Knisch und Leesmeister schwärmen in höchsten Tönen von dieser Spielstätte. Ihr Vorgänger und „Lehrmeister“ Bernd Dreyer sagt, die beiden hätten sich keine leichte Aufgabe gestellt, denn dieses Werk aus der Feder des bekannten Theaterautoren Ray Cooney sei ein chaotisches Verwirrspiel, bei dem es selbst der zwölfköpfigen Schauspieltruppe mitunter schwer falle zu unterscheiden, wer eigentlich wer ist.

Dreyer begründet den „Seitensprung“ nach Alsdorf, man habe diesen Spielort für die Premiere auserkoren, um Freunde und Gönner einzuladen. Natürlich gibt es auch noch Karten im freien Vorverkauf.

„Das chaotische Geschehen, das aus einem unentwirrbaren Knoten aus Lügen, Ausreden und Halbwahrheiten besteht, haben Regisseurin Judith Knisch und Ralf Leesmeister im Team für das Heimattheater ins Öcher Platt und in eine Aachener Lokalität übertragen“, so Dreyer. Dann kommt er zum Inhalt. Schang Schmitz ist an sich ein ganz normaler Mann in den besten Jahren, von Beruf Taxifahrer in Aachen. Seine Frau Marie Schmitz hat in der Ehe die Hosen an. Schang ist ein Typ, der sehr schlecht, wenn überhaupt Nein oder besser „Neä“ sagen kann.

Und das genau ist sein Verhängnis, er konnte einfach nicht „Nein“ sagen, als er sich mit dem bildhübschen Bäbbchen (zunächst flirtend) etwas näher kam. Das ihr gegenüber in entbrannter Liebe gehauchte „Jooe“ (Ja) sorgt dafür, dass sein Leben nun mit viel Hektik ausgefüllt ist. Nach einem genau ausgeklügelten Stundenplan kuschelt Schang mal mit seiner Marie, mal mit seiner Affäre Bäbbchen. Dieses Bäumchen-wechsele-Dich-Spiel war bislang unentdeckt geblieben. Als Schang einen kleinen Unfall hat und ins Krankenhaus muss, geht es richtig los. Mariechen und Bäbbchen machen sich nicht nur zur gleichen Zeit Sorge um den Verbleib des geliebten Mannes, sondern rufen in ihrer Not die für ihren Wohnbezirk zuständigen Polizeibeamten an. Gleich vier Gesetzeshüter nehmen die Spur nach dem Verschwundenen auf. Als Schang dann mit verbundenem Kopf auftaucht, merken die Ermittler gleich, dass mit dem Taxifahrer nicht alles „koscher“ ist.

Um das Liebesabenteuer weiter geheim zu halten und es sich mit den beiden Frauen nicht zu verscherzen, baut der erfindungsreiche Schang ein „Lügengebäude“ auf, das seines gleichen sucht. Mehr wollte Bernd Dreyer nicht verraten.