Aachen: Neue Heimat: Stadtteilbibliothek ist nun im Depot Talstraße

Aachen: Neue Heimat: Stadtteilbibliothek ist nun im Depot Talstraße

Frisch gestrichene, weiße Wände, neuer roter Teppichboden und der ursprüngliche, rohe Beton mit offenen Rohren an der hohen Decke: Die neue Stadtteilbibliothek Depot Talstraße hat eine ganz besondere und gemütliche Atmosphäre, die noch an die alte Straßenbahnhalle erinnert.

Tritt man in den weitläufigen Raum hinein, riecht es nach dem, was die meisten Menschen als „neu“ und „angenehm“ bezeichnen würden — dabei ist der Großteil vom Mobiliar aus dem alten Standort in der Aretzstraße mit umgezogen.

Weiße Wände, roter Teppichboden: So begrüßt die Stadtteilbibliothek ihre Besucher im Aachener Osten.

Als allererste neue Mieterin ist die Bibliothek im Depot in der Talstraße eingezogen und ist ab sofort geöffnet. „Wir haben uns hier vom ersten Moment an wohlgefühlt“, erzählte Servicebereichsleiterin Elke Ehlen und bestätigte damit den eingangs beschriebenen ersten Eindruck. „Mit den Möbeln, die nach und nach kamen, wurde es immer perfekter.“

Bis vor Kurzem war die Zweigstelle der Stadtbibliothek nur wenige Meter entfernt in Räumen der Hauptschule Aretzstraße zu finden, wurde aber dort eher als Schulbibliothek denn als Stadtteilbibliothek wahrgenommen, wie Bibliotheksleiter Manfred Sawallich sagte. „Seit 2012 haben wir also daraufhin gearbeitet, ins Depot ziehen zu können, einem sozialkulturellen Zentrum mitten im Stadtteil Nord“, betonte er.

Viele Ängste seien mit dem Umzug verbunden gewesen — zum Beispiel: Werden die Zielgruppen erhalten bleiben? Die Zweifel hätten sich inzwischen in Luft aufgelöst, die Schüler der Aretzstraße waren sogar die ersten, die die neue Bibliothek in einer Führung besucht haben. „Wir sind ja auch nicht aus der Welt“, sagte Ehlen. Das stimmt — nur ungefähr hundert Meter Luftlinie trennen den neuen und alten Standort und doch ist das Depot eine Chance mit vielen Vernetzungsmöglichkeiten, wenn bis voraussichtlich kommenden April erst einmal alle der gut 20 Mieter eingezogen sind.

Der Schwerpunkt in der Bibliothek liegt auf Familien mit Kindern, das Spektrum reicht von Sachbüchern über DVDs bis zu japanischem Erzähltheater. Willkommen ist natürlich jeder. „Die Bibliothek ist vor allem ein Ort des Aufenthalts“, betonte Sawallich. „Hier ist kein stiller Ort, es soll Kommunikation stattfinden.“ Und Ehlen fügte hinzu: „Spielen, Freunde treffen, Arbeiten, Recherchieren und Entspannen — all das bedeutet heute Bibliothek.“

Neben dem Hauptbereich gibt es auch eine kleinere, helle Empore, auf der neben einem Bücherregal auch Comics, gemütliche Sessel und eine Spielkonsole zu finden sind, außerdem gibt es PCs mit Internetzugang.