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Umbau Notaufnahme: Neue Beobachtungsstation am Marienhospital

Umbau Notaufnahme : Neue Beobachtungsstation am Marienhospital

Kontinuierliche Überwachung trotz kurzen Aufenthalts: Durch eine neue Station an der Notaufnahme soll es kürzere Wege und mehr Komfort für die Patienten geben.

Die Interdisziplinäre Notfallaufnahme am Marienhospital in Aachen ist an 365 Tagen rund um die Uhr für aktuell 18.500 Patientinnen und Patienten pro Jahr da. In den vergangenen Monaten ist die Notfallaufnahme mit der zweithöchsten Versorgungsstufe im Rahmen einer umfassenden Baumaßnahme vergrößert worden, um ideale Räumlichkeiten für die neue Beobachtungsstation zu schaffen. Hier können Patienten mit Krankheitsbildern behandelt werden, die weniger als 24 Stunden stationär versorgt werden müssen, aber eine kontinuierliche Überwachung benötigen.

„Durch die Anbindung der Beobachtungsstation an die zentrale Notaufnahme (ZNA) können wir unseren Patientinnen und Patienten nun noch mehr Komfort durch kürzere Strecken und modernes Equipment bieten“, berichten die Ärztlichen Leiterinnen Jennifer Capellmann und Dr. med. Simone Gehrke erfreut. „Alle Behandlungsräume sind mit einem modernen Monitorsystem ausgestattet, sodass wir an unserer Zentrale jederzeit eine Veränderung der Vitalparameter der Patientinnen und Patienten wahrnehmen können“, so die Ärztinnen.

Nicht nur in der neuen Beobachtungsstation profitieren die Patienten von kurzen Wegen und modernster Diagnostik. In unmittelbarer Nähe der ZNA befinden sich auch die Radiologie, Intensivstation, Endoskopie, das Herzkatheterlabor und der Hybrid-OP sowie die zentralen Operationssäle. „Unsere Notfallpatienten werden in einem optimal aufeinander abgestimmten räumlichen Setting behandelt und treffen auf unmittelbar zur Verfügung stehende Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten in nahe gelegener Umgebung“, sagt Jennifer Capellmann.

Das hochspezialisierte interdisziplinäre Team aus Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften sind das Markenzeichen der ZNA am Marienhospital. „Durch unsere ärztliche und pflegerische Doppelspitze und die Kombination chirurgischer und internistischer Expertise können wir alle Prozesse aus verschiedenen Perspektiven betrachten und immer im Sinne unserer Patienten optimieren“, betonen die Leiterinnen.

Die Herausforderungen in der Notfallmedizin sind andere als bei elektiven Eingriffen: „Wir müssen uns mit allen Fachdisziplinen auseinandersetzen, denn jeder Notfall ist anders“, unterstreicht Dr. Gehrke. „Unsere Pflegekräfte arbeiten nicht mehr wie vor vielen Jahren fachbezogen, sondern interdisziplinär. Und von ärztlicher Seite werden Krankheitsbilder wie beispielsweise unklare Bauchschmerzen sowohl chirurgisch als auch internistisch beurteilt.“

Auch wenn in Zeiten der Digitalisierung und Technisierung vieles per Computer erledigt werden kann, legt das Team der ZNA viel Wert darauf, dass sich die Patienten mit ihren ganz individuellen Problemen und Anliegen wahrgenommen fühlen. „Nicht nur unsere fachliche Expertise ist wichtig, sondern uns liegt auch am Herzen, dass wir unseren Patientinnen und Patienten mit viel Wertschätzung und großem Respekt begegnen“, sagt Jennifer Capellmann.

Und Dr. Gehrke ergänzt: „Mit unserem Gesamtkonzept sind nicht nur die uns anvertrauten Menschen glücklich, sondern auch unsere Kolleginnen und Kollegen wissen das sehr zu schätzen. Teamgeist, Zusammenhalt und eine gute Stressresistenz helfen uns über den meist turbulenten Klinikalltag hinweg.“

Am Montag ist die neue Beobachtungsstation im Rahmen einer Feierstunde von Dr. Curt Creutz (Krankenhausseelsorger) feierlich eingesegnet worden.

(red)