Aachen: Neue Ausstellung: Frankenburg auf „Augenhöhe“

Aachen: Neue Ausstellung: Frankenburg auf „Augenhöhe“

Der Verein „Die Frankenbuerger“, der ausschließlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern besteht, engagiert sich schon seit Jahren für die Kunst und Kultur in Aachen. Besonders aktiv ist er im Frankenberger Viertel, das man getrost als das Kunstmekka Aachens bezeichnen kann. Der Verein veranstaltet nun, nicht zum ersten Mal, eine Ausstellung in der Frankenburg.

Die Reihe „Der Künstler Dein Nachbar“geht nun mit Klaus Schmetz in die zweite Runde. Mit dieser Ausstellungsreihe wollen die Frankenbuerger, in Zusammenarbeit mit der Burg Frankenberg und mit der Unterstützung der Stadt Aachen, auf die vielen Aachener Künstler aufmerksam machen.

Franz-Peter Beckers und Inge Klusemann, Mitglieder des Vereins, haben zusammen mit dem Künstler Klaus Schmetz die Ausstellung „Augenhöhe“ geschaffen, die mehr als sehenswert ist.

In drei lichtdurchfluteten Räumen kann man die teils lebensgroßen Skulpturen des Künstlers bestaunen. Es entsteht ein lebendiges Zusammenspiel zwischen Licht und Raum. Zwischen dem Betrachter und der Figur.

Während der Vorbereitungen erhielt Beckers außerdem eine Einladung ins Atelier des Künstlers, wo er die Entstehung der Skulpturen bildlich festhalten konnte. Das so entstandene Bildmaterial trägt nun zur Menschwerdung der Skulpturen bei und wird als fester Bestandteil der Ausstellung mit präsentiert. Die DVD und auch eine Ausstellungsmappe können bei der Ausstellung erworben werden.

Durch die vielen verschiedenen Medien, die Schmetz verwendet, wird auch seine Vielseitigkeit deutlich, ebenso, wie die Vielseitigkeit seiner Skulpturen, die mehr als nur Holz- oder Gipsfiguren sind. Während des Betrachtens entsteht ein intensives Gefühl des Lebendigkeit, das so einzigartig ist.

Dem Künstler Schmetz, der durch viele Skulpturen im öffentlichen Raum Aachens — zum Beispiel die Figuren am Suermondt-Platz — bekannt ist, war es bei dieser Ausstellung wichtig, dass sich „die Figuren im Raum wohlfühlen“. Je nach Perspektive und Tageszeit sehen die Figuren anders aus. Es war ihm wichtig, dass der Raum, in dem die Skulptur steht, zu ihrem zu Hause wird.

Das Darstellen der Skulpturen ist für Schmetz nie ein einfaches Anordnen und Dekorieren. Auch durch die verschiedenen Materialien, die er verwendet, wie zum Beispiel Gips, Holz oder Bronze, werden die Figuren eins mit ihren Räumen.

Die Ausstellung „Augenhöhe“ wird mit einer Vernissage am Samstag, 19. März, eingeläutet. Ab 16 Uhr sind alle willkommen, die nun Lust auf die Kunst von Klaus Schmetz haben.

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