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Aachen: Nachhaltige Projekte ab sofort gesucht

Aachen : Nachhaltige Projekte ab sofort gesucht

Wenn man Sport treibt, bleibt man nicht nur fit und gesund. Das Projekt „Gesunder Lebensstil/Aktiv und Selbstbestimmt (Glas)“ nämlich beweist, dass durch Sport auch Integration gelingen kann. Das Gesundheitsprojekt für ältere Mitbürger im Stadtteil Driescher Hof gewann im vergangenen Jahr den städtischen Förderpreis „Integration durch Sport“. Nun überzeugten sich die Verantwortlichen des Projekts und der Stadt, dass das Projekt auch weiterläuft.

Ziel des Projektes sei es vor allem, eine Anlaufstelle für ältere Menschen zu bilden, damit diese nicht mehr in ihrer Wohnung bleiben, sondern gemeinsam in einer Gruppe sind in der sie sich sicher fühlen, so Projektleiterin Birgitt Lahaye-Reiß. „Die Menschen sollen sich hier sozial und psychisch wohlfühlen und gleichzeitig präventiv bewegen können.“ Die Gruppen sind offen für jeden. Jeden Samstag treffen sich die Gruppen in der Sporthalle der Gemeinschaftsgrundschule Driescher Hof und trainieren gemeinsam. Im Quartier sei für die vielen Bewohner mit Migrationshintergrund die Familie sehr wichtig.

So können die Leute auch ihre ganze Familie mitbringen, erläuterte Kursleiter und Sportwissenschaftler Paul Dusik. „Jeder ist willkommen, egal ob jung oder alt. Und jeder macht einfach das, was er kann.“ Dusik ist selbst in Driescher Hof aufgewachsen und hat somit einen persönlichen Draht zum Projekt und zu den Bürgern. „Wir sind hier eine Gemeinschaft, auch abseits vom Sport organisieren wir beispielsweise alle zusammen ein Sommerfest“, sagte Dusik.

Der Förderpreis „Integration durch Sport“ wird dieses Jahr zum achten Mal verliehen. Bis zum 15. Juni können sich Vereine oder andere Ehrenamtliche mit ihrem Projekt noch bewerben. Die ersten drei Plätze sind mit Geldpreisen von 500 bis 1500 Euro dotiert. „Wenn es darüberhinaus noch förderungswürdige Projekte gibt, wird der Aachener Förderverein Integration für Sport auch diese mit einer finanziellen Unterstützung von 250 Euro auszeichnen“, so Uschi Brammertz, Geschäftsführerin des Fördervereins.

Nachhaltig, kostenlos, vernetzt — das sind die zentralen Anforderungen an die Projekte der Bewerber. „Es sollte keine einmalige Aktion sein, es muss sich wiederholen und auch nachhaltig auf die Integrationsarbeit auswirken“, sagte Hans-Georg Suchotzki, Vorsitzender des Fördervereins „Integration durch Sport“. Die entscheidende Jury besteht aus der Fachbereichsleitung Soziales und Integration, der Fachbereichsleitung Sport, dem Vorsitz des Fördervereins „Integration durch Sport“, dem Stadtsportbund und dem Integrationsrat.

Am 1. September verleiht dann Oberbürgermeister Marcel Philipp im Eurogress die Preise an die Gewinner.