Aachen: Nachfrage nach Ferienspielen steigt

Aachen : Nachfrage nach Ferienspielen steigt

Für Tausende Schüler sind sie eine willkommene Beschäftigung in der schulbuchfreien Zeit, für zahlreiche Eltern eine wichtige Stütze bei der Kinderbetreuung: die Ferienspiele. Mit Beginn der Herbstfreien trainieren seit Montag wieder Hunderte Kinder im Fußballcamp, testen ihre Balance beim Voltigieren oder erleben unter fachmännischer Aufsicht kleine Abenteuer.

Die Nachfrage nach den Ferienspielen der Stadt steigt. Rund 9500 Kinder haben dieses Jahr an den Ferienspielen, Offene Ganztagsschulen inklusive, teilgenommen. Allein zum Abenteuerspielplatz „Zum Kirschbäumchen“ des Kinderschutzbundes strömten im den Sommermonaten im Rahmen des dreiwöchigen Angebots „Sommer im antiken Rom“ bis zu 200 Kinder täglich. Das geht aus dem Sachstandsbericht hervor, den die Verwaltung jüngst den Schul- und Jugendpolitikern vorlegte. Ein weiterer Höhepunkt war der Archimedische Sandkasten unter Leitung der Bleiberger Fabrik auf dem Katschhof. Schon jetzt zeichnet sich ab: Das Angebot für 2018 könnte locker ausgeweitet werden, denn die benötigten Betreuungsplätze steigen.

Seit mittlerweile 37 Jahren finden in Aachen Ferienspiele statt. Ursprünglich waren sie als Spielangebot für Kinder gedacht, die in den Sommerferien mit ihren Eltern nicht in den Urlaub fahren können. Doch zwölf Wochen Schulferien stellen immer mehr Alleinerziehende sowie Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind, vor logistische Herausforderungen. Denn während viele Grundschüler — wenn auch längst nicht alle — in den Ferien durch die Offenen Ganztagsschulen aufgefangen werden, bieten weiterführende Schulen diese Möglichkeit nicht.

Der Fachbereich Kinder, Jugend und Schule hat deshalb beantragt, dass für 2018 das Gesamtbudget für die Ferienspiele um 20.000 Euro aufgestockt wird. Für 2017 war das Budget von insgesamt 228.500 Euro bereits zu den Sommerferien ausgeschöpft. Die benötigten Haushaltsmittel wurden um 15.000 Euro aus nicht benötigten Haushaltsmitteln des Stadtjugendplans aufgestockt, um die aktuellen Ferienspiele in den Herbstferien zu ermöglichen. Allerdings habe die Kämmerei, so der Sachstandsbericht, bereits im vergangenen Jahr einen ähnlichen Antrag für 2017 abgelehnt.

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