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Aachen: Nach Lkw-Unfall: A44 um 4.30 Uhr wieder freigegeben

Aachen : Nach Lkw-Unfall: A44 um 4.30 Uhr wieder freigegeben

Ein 40 Tonnen schwerer belgischer Sattelschlepper ist am Montagmorgen auf der Autobahn 44 ohne sichtbaren Grund in die Leitplanke gefahren und anschließend die Böschung herabgekippt, bis er auf dem Dach zum Liegen kam. Der 50-jährige Fahrer wurde schwerverletzt in ein Krankenhaus transportiert.

Der Unfall ereignete sich um kurz nach vier Uhr zwischen den Abfahrten Aachen-Brand und -Lichtenbusch, kaum zwei Kilometer vor dem Grenzübergang nach Belgien.

Viele Menschen in der Region bekamen den Unfall im Laufe des Tages zu spüren. Denn nachdem Autobahnpolizei und Feuerwehr an der Unfallstelle eingetroffen waren, sperrten sie beide Spuren der A44, den Standstreifen sowieso. Bis sich die Nachricht der Autobahnsperrung verbreitet hatte, entstand ein bis zu 13 Kilometer langer Stau, der bis etwa zur Abfahrt Broichweiden jenseits des Aachener Kreuzes reichte.

Die Umgehungsstraßen füllten sich, die meisten Straßen im weiteren Umkreis waren spürbar voller als üblich, viele kamen zu spät zur Arbeit. Nicht nur in Aachen, auch im Norden der Städteregion.

Um 9.30 Uhr dann schickte die Polizei Entwarnung: Der Fahrer des Sattelschleppers sei nicht lebensgefährlich verletzt, eine Spur an der Unfallstelle wurde für den Verkehr wieder geöffnet.

Einer der beiden Tanks des Sattelschleppers war bei dem Unfall gerissen, Diesel sickerte in die Böschung. Die Feuerwehr pumpte so viel Diesel ab wie möglich. Dann musste die Ladung des Sattelschleppers geborgen werden, es handelte sich um 20.000 bis 24.000 Kilogramm Tierfutter, gepackt in Beuteln bis zu 2,5 Kilogramm.

Und schließlich muss der auf dem Dach liegende Sattelschlepper wieder aufgerichtet und von der Autobahn gebracht werden. Die Bergung lief am Montagabend an, der Verkehr konnte einspurig fließen. Gegen 20 Uhr war der Sattelzug bereits wieder aufgerichtet. Weil Diesel ausgetreten war, untersuchte die Wasserschutzbehöre die Unfallstelle. Die Autobahn konnte in Richtung Lüttich erst um 4.30 Uhr wieder freigegeben werden.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung des Artikels hatten wir noch von einem leichtverletzten Fahrer berichtet. Mittlerweile wurde dies korrigiert.

(gego/red)