Aachen: Nach Intensivstation: Entwöhnung vom Beatmungsgerät

Aachen: Nach Intensivstation: Entwöhnung vom Beatmungsgerät

Die Weaning- und Beatmungsstation des Franziskushospitals ist von der Deutschen Gesellschaft für Pulmologie zertifiziert worden. Damit erkenne die medizinische Fachgesellschaft die gute Arbeit an, die der Chefarzt der Klinik für Pneumologie und internistische Intensivmedizin, Dr. Björn Schwick, zusammen mit seinem interdisziplinären Team seit nunmehr vier Jahren für Patienten leiste, die vom Beatmungsgerät entwöhnt werden müssen.

Das teilte der Träger der Aachener Klinik, die Marienhaus GmbH, mit. Die Patienten, die auf einer Weaningstation behandelt werden, haben wochen-, oft sogar monatelang auf der Intensivstation gelegen. Und obwohl die Behandlung ihrer eigentlichen Erkrankung abgeschlossen ist, müssen sie weiterhin künstlich beatmet werden, weil sie nicht in der Lage sind, die Atemarbeit wieder komplett selbst zu übernehmen.

Auf der Weaningstation „versuchen wir, diese Patienten vorsichtig und in kleinen Schritten vom Beatmungsgerät zu entwöhnen“, sagt Dr. Björn Schwick. Hierfür stehen auf der Intensivstation des Franziskushospitals vier Betten zur Verfügung.

Für jeden Patienten entwickeln Schwick und sein Team eine individuelle Strategie zur Entwöhnung vom Respirator. Hiermit Hand in Hand geht die Frührehabilitation. Denn wer über Wochen oder Monate auf der Intensivstation gelegen hat und künstlich beatmet wird, ist erstens ein schwer kranker Mensch und muss zweitens, weil seine peripheren Nerven in dieser Zeit massiv Schaden genommen haben, auf dem Weg zurück ins Leben gezielt Hilfestellung bekommen. Deshalb kümmern sich auch Intensivmediziner, Intensivschwestern und -pfleger sowie Physio- und Logotherapeuten sowie eine Atmungstherapeutin gemeinsam um die Patienten.

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