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Nach dem Hochwasser in Aachen teilweise kein Strom

Aachen nach dem Hochwasser : Im Süden der Stadt gibt es teilweise noch keinen Strom

Nach einer historischen Hochwasser-Situation und dramatischen Tagen für die Einwohner von Kornelimünster kann Aachen aufatmen. Insgesamt hat sich die Lage weiter entspannt. Allerdings stehen noch Keller unter Wasser und nicht alle Bürger haben Strom.

Der historische Ortskern Kornelimünster mit rund 100 Häusern ist in Teilen allerdings weiterhin evakuiert, wie die Stadtverwaltung am Freitagmorgen mitteilt. Seit Donnerstag laufen Begehungen vor Ort. Erste Anwohnerinnen und Anwohner konnten bereits in ihre Häuser zurückkehren, vor allem in den weiter von der Inde entfernt gelegenen Bereichen. Dank der Unterstützung von Bausachverständigen des Technischen Hilfswerks (THW) laufen auch am Freitag die Begutachtungen der vom Hochwasser in Mitleidenschaft gezogenen Gebäude weiter.

Die Stadt geht davon aus, dass im Laufe des Tages weitere Entscheidungen fallen werden, ob und welche Gebäude bei gegebener Sicherheit ebenfalls freigegeben werden können. Bis dahin werden betroffene Anwohner weiterhin von der Stadt betreut, sind zum Teil in Hotels untergebracht oder sind bei Familien, Bekannten oder Freunden untergekommen.

Hohes Anrufaufkommen bei der Feuerwehr

Insgesamt zieht die Stadtverwaltung eine erste positive Bilanz vor Ort. Die Anlaufstelle, die Feuerwehr und Ordnungsamt für die Anwohnerschaft in Kornelimünster eingerichtet haben, habe sich bewährt und sei gut angenommen worden. Parallel laufen die Vorbereitungen bei Stadtbetrieb und Feuerwehr auf Hochtouren, um den historischen Ortskern so bald wie möglich zu reinigen. Die Feuerwehr hat zwischenzeitlich zahlreiche Keller leergepumpt. Rund 15 Untergeschosse stehen noch unter Wasser. Die Stromversorgung im Ortskern ist noch unterbrochen.

Mit dem Hochwasser kommt die nächste Katastrophe

Auch der Ortsteil Friesenrath ist derzeit noch von der Stromversorgung abgeschnitten. Daher platziert die Feuerwehr am Freitag ein Fahrzeug an der Ecke Schleidener Straße / Hundertsweg als zentrale Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort für etwaige Notfälle und Fragen.

Insgesamt ist die Feuerwehr Aachen aufgrund der Hochwasserlage in Aachen zu knapp 350 Einsätzen ausgerückt. Die Stadt Aachen bittet in diesem Zusammenhang eindrücklich darum, die 112 ausschließlich für tatsächliche Notrufe zu verwenden. Die Leitstelle verzeichne weiterhin ein enormes Anrufvolumen.

Patienten aus Eschweiler aufgenommen

Da sich die Lage in der Stadt im Vergleich zur Region zu entspannen scheint, hat die Feuerwehr bereits am Donnerstag zwei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr in die Nachbarkommune Stolberg entsandt, um dort die Hilfskräfte, die bis zum Rande der Erschöpfung arbeiten, tatkräftig zu unterstützen. Zudem sind seit Donnerstag 70 Patientinnen und Patienten in drei Aachener Krankenhäuser aufgenommen worden, die zuvor aus dem gefluteten Eschweiler St.-Antonius-Hospital evakuiert werden mussten.

(red)