Aachen: Musikbunker: Stadt will das Vorkaufsrecht

Aachen: Musikbunker: Stadt will das Vorkaufsrecht

Die Stadt Aachen wird vor-aussichtlich für den Musikbunker in der Rehmannstraße ein Vorkaufsrecht beschließen. Bei einem möglichen Verkauf des Bunkers, der sich im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) befindet, hätte die Stadt die Möglichkeit, die Immobilie anstelle eines anderen Käufers zu erwerben, indem sie in den Kaufvertrag eintritt.

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte empfahl dem Rat auf der Sitzung jetzt einstimmig, eine Satzung zu beschließen, um dieses im Baugesetzbuch im Paragrafen 25 vorgesehene Recht gegebenenfalls auszuüben, berichtet das städtische Presseamt. Der Grund ist die Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung. Der Planungsausschuss hat den Vorschlag am gestrigen Donnerstag einstimmig begrüßt, eine Entscheidung trifft der Rat in seiner Sitzung am 26. Februar.

Notare haben die grundsätzliche Verpflichtung, nach Abschluss eines Kaufvertrages eines Grundstücks oder einer Immobilie bei der Stadt nachzufragen, ob ein solches Vorkaufsrecht vorliegt. Dann hätte die Stadt zwei Monate Zeit zu entscheiden, ob dieses Recht ausgeübt werden soll. Der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss würde dies dann beschließen, bei einem Wert über 600.000 Euro müsste der Rat der Stadt Aachen das endgültige Plazet erteilen.

Damit könnte zumindest ein entscheidender Knackpunkt zur Sicherung der Konzert- und Veranstaltungsstätte im Schatten der Frankenburg geregelt sein. Momentan steht überdies die endgültige Entscheidung über eine Anwohnerklage aus, wegen der der Musikbunker zurzeit nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern einlassen darf, damit es nicht zu laut wird.

Zur Zukunft des Musikbunkers und zur Situation der freien Musik- und Klubszene veranstaltet die Aachener Zeitung am kommenden Montag, 17. Februar, ein öffentliches Diskussionsforum. Es beginnt um 18 Uhr im Kasino des Zeitungsverlags, Dresdener Straße 3. Die Diskussion wird moderiert von den AZ-Redakteuren Stefan Herrmann und Robert Esser. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten unter az-lokales-aachen@zeitungsverlag-aachen.de

(acp/red)