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Erinnerung an die Pogromnacht: „Musik hinter Stacheldraht“ im Ballsaal

Erinnerung an die Pogromnacht : „Musik hinter Stacheldraht“ im Ballsaal

In Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938 findet am kommenden Sonntag ein Konzert mit Lesung im Ballsaal des Alten Kurhauses statt.

„Musik hinter Stacheldraht“ heißt der Titel einer Gedenkveranstaltung, zu der die Gesellschaft für Zeitgenössische Musik am Sonntag, 11. Dezember, in den Ballsaal des Alten Kurhauses in der Komphausbadstraße lädt. Im Mittelpunkt stehen Werke jüdischer Komponisten, die während der NS-Herrschaft verfemt, verfolgt und ermordet wurden.

Das Neue Musik Ensemble Aachen bringt ab 19 Uhr Stücke von Simon Laks, Hans Krasa, Erwin Schulhoff, Vladimir Dyck, Pavel Haas und Jozef Koffler zu Gehör. Zudem werden einige Sätze aus dem in Gefangenschaft entstandenen „Quatour pour la fin du Temps“ des nichtjüdischen Komponisten Olivier Messiaen dargeboten.

Schauspieler Jochen Deuticke liest Texte aus dem Tagebuch „Musik in Auschwitz“, das Simon Laks als Gefangener im Konzentrationslager Auschwitz verfasst hat. Weitere Infos und Karten gibt es unter www.gzm-aachen.de.

(red)