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Brand: Musical „Hotel Liberty“ biegt auf die Zielgerade

Brand : Musical „Hotel Liberty“ biegt auf die Zielgerade

Seit Oktober vergangenen Jahres entwickeln und proben insgesamt 40 Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren in Brand für ihr Musical „Hotel Liberty“, jetzt biegt es auf die Zielgerade vor der großen Premiere ein. In dem Stück nach einer Idee von Silke Radermacher wird ein Blick hinter die Kulisse des fiktiven Hotels „Hotel Liberty“ geworfen.

Das Zimmermädchen Kim ist neu im Hotel und lernt das Hotel, seine Geschichte und seine Bewohner kennen. Währenddessen lernt sie auch den alten Künstler Otto kennen, der ein unerfülltes Leben führt und unter Einsamkeit leidet. Sie beschließt ihm zu helfen.

Highlight der Zusammenarbeit

Das Jugend und Begegnungshaus Brander Feld „jub — Das Netz“ unter der Leitung von Benedikt Dautzenberg hat gemeinsam mit der Musikschule Brand, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Theater Brand, der Gesamtschule Brand, dem Sucello Soundstudio und noch weiteren Kooperationspartnern dieses Musicalprojekt als Highlight ihrer langjährigen Zusammenarbeit im Sozialraum auf die Beine gestellt.

Jeder Kooperationspartner hat in seinem Tätigkeitsbereich einen Workshop organisiert und eine Episode des Musicals erarbeitet. Nun wird alles zu einem großen Ganzen zusammengefügt. Dadurch, dass so viele unterschiedliche Partner teilnehmen, enthalten die einzelnen Episoden des Musicals diverse künstlerische Darstellungsformen. Von Musik über Tanz und Theater bis zu Fotografie ist alles mit dabei.

Für die Leiter der einzelnen Workshops und auch für die Mitarbeiter des „jub“ ist das Projekt jetzt schon ein Erfolg. „Im Musical geht es um Geschichten aus dem wahren Leben und vor allem aus dem Jugendalter, und diese Ideen wurden von den Jugendlichen selbst ausgearbeitet, ohne dass wir etwas vorgegeben haben“, sagt der Hauptkoordinator des Projekts, Patrick Gier. Auch die übrigen Leiter der Workshops betonen den guten Prozess und die wichtige Darstellungsform des Musicals.

„Durch Tanz, Musik und Gesang können die Jugendlichen persönliche Probleme vermitteln, ohne selbst etwas von sich preiszugeben“, sagt Martin Schmidt von der Musikschule Brand. Ines Maddahi ist eine der Jugendlichen, die im Musical mitspielt. Sie berichtet, wie durch die Zusammenarbeit in dem Projekt plötzlich gute Freundschaften geschlossen wurden, die vorher aufgrund von Vorurteilen fast undenkbar gewesen wären.

Alles Hand in Hand

Silke Radermacher, Mitarbeiterin des „jub“, betont, dass — obwohl so viele unterschiedliche Menschen involviert seien — letztlich alles Hand in Hand gehe. „Wir haben ältere und jüngere Mitspieler, wir haben Mitspieler mit und ohne Erfahrung, wir haben integrative und nicht integrative Kinder — es ist schön wie das alles in sich greift.“