Aachen: Musical „Der Mann von La Mancha” im Grenzlandtheater

Aachen: Musical „Der Mann von La Mancha” im Grenzlandtheater

„Es gibt gegen alles ein Mittel, außer gegen den Tod” - „Genau das könnten wir aber gerade brauchen”: Das neue Musical des Grenzlandtheaters Aachen nimmt seinen Anfang in einer düsteren Kerkerwelt.

Dichter Miguel de Cervantes und sein Diener sind der Gotteslästerung angeklagt. Bei einem kurzzeitigen Job als Steuereintreiber hat Cervantes dummerweise Geldforderungen an ein Kloster gestellt und wollte es - bei ausbleibender Zahlung - pfänden. In Zeiten der spanischen Inquisition eher ein schlechter Schachzug. Cervantes aber findet: „Das Gesetz schreibt vor, alle gleich zu behandeln!”

Das nehmen sich die anderen Gefängnisinsassen weniger zu Herzen und entwenden Cervantes sein Hab und Gut, darunter auch eine Romanvorlage. Um diese zurückzubekommen, will er mit seinen Mithäftlingen das Stück des Romans nachspielen. Und so schlüpft er in die Rolle, die jedem wohlbekannt ist: Er wird zu Don Quichotte de la Mancha, der auszieht, um ein fahrender Ritter zu werden und das Unrecht in der Welt zu bekämpfen.

Ein echter Klassiker

Das Broadway-Musical „Der Mann von La Mancha” von Dale Wasserman ist ein Klassiker. „Ein Mann, der Menschen Hoffnung gibt, ist gerade in der heutigen Zeit genau das Richtige”, meint Theaterintendant Uwe Brandt. Regisseur Ulrich Wiggers und der musikalische Leiter Stephan Ohm hatten aber einige Hürden zu überwinden. Für die Rechte am Stück habe man ein gutes Konzept vorlegen müssen. Und das geht auf: Anders als am Broadway gibt es kein Orchester. Musiker werden zu Schauspielern und Schauspieler zu Musikern, die Instrumente ins Stück integriert.

So entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, irgendwo zwischen spanischen Gitarrensolos, heißen Flamencorhythmen und Steptanz in einem sehr privaten Umfeld, das durch die kleine Bühne entsteht. Und für die hat man sich viel einfallen lassen. „Durch Pop-up-Technik lassen sich die grauen Kerkerwände schnell ins sonnige Spanien verwandeln”, erklärt Brandt.

Wer sich anschauen möchte, wie Don Quichotte gegen Windmühlenflügel kämpft, kann das ab der Premiere am 10. Dezember bis zum 23. Dezember, vom 26. Dezember bis zum 30. Dezember, vom 2. Januar bis zum 9. Januar und vom 14. Januar bis zum 21. Januar jeweils um 20 Uhr. Am 17. Dezember und 14. Januar finden Vorstellungen auch um 16 Uhr statt, am 31. Dezember um 17 Uhr und um 20.30 Uhr. Tickets gibt es unter 0241/4746111 und auf der Webseite des Grenzlandtheaters.

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