Aachen: Müllwerker: Türen öffnen weiterhin nicht automatisch

Aachen: Müllwerker: Türen öffnen weiterhin nicht automatisch

Ein ganz massives Problem mit etwaigen Haftungsfällen sahen Politiker und Verwaltung auch in der Sitzung des Betriebsausschusses für den Aachener Stadtbetrieb in einem Vorschlag eines Aacheners, der Hausbewohnern und Müllwerkern das Leben eigentlich leichter machen sollte.

Der Aachener hatte nämlich vorgeschlagen - vor allem in größeren Mehrfamilienhäusern - ein elektronisches Türöffnungssystem, ähnlich dem „Nupsi” in den Parkhäusern der Apag, zu installieren.

Der Müllwerker könnte dann, wenn er die Mülltonnen im Keller abholen will, auf den Knopf seines Transponders drücken - und die Türe würde sich öffnen.

Mit einer zeitlichen Regelung - nur für den Vormittag des Müllabfuhrtages - wäre das Gerät auch nur dann als Schlüssel zu benutzen.

Viele Wege für die Müllwerker könnten mit dem innovativen System nach dieser Idee entfallen.

Gefahr zu hoch

Bei der Stadtverwaltung schätzt man die Gefahr zu hoch ein: Die unter einem Akkordsystem arbeitenden Müllwerker haben demnach schon aus zeitlichen Gründen nicht die Möglichkeit, darauf zu achten, dass niemand unbefugt in das Haus bei der Abfallentsorgung eintritt.

Hier sei der Hausbesitzer oder sein Vertreter gefordert. Vor allem aber habe die Stadt als Arbeitgeber der Müllwerker die Fürsorgepflicht, sie von eventuell möglicher Haftung zu befreien.

„Genau aus diesem Grund lehnt der Aachener Stadtbetrieb auch den Empfang von Hausschlüsseln ab”, sagte Dieter Lennartz vom Stadtbetrieb am Dienstag, obwohl das auch ab und zu ärgerliche Nachteile für die Arbeiter bringe.

Sie ständen vor verschlossenen Türen, so dass das Abholen des Mülls nicht möglich sei. Dennoch sei der Schutz der Menschen in den Häusern und der Mitarbeiter des Stadtbetriebs, zum Beispiel vor falschen Verdächtigungen, das wichtigere Gut.

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