Aachen: Motivation statt Medaillen bei der Mathe-Olympiade

Aachen: Motivation statt Medaillen bei der Mathe-Olympiade

Medaillen gibt es nicht, Blumen auch nicht, dafür aber jede Menge Lob und Motivation für den weiteren Schulweg: Die Mathematik-Olympiade bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre besondere Leistungsfähigkeit auf mathematischem Gebiet unter Beweis zu stellen.

Der nach Altersstufen gegliederte Wettbewerb für die Klassen 3 bis 13 erfordert logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und kreativen Umgang mit mathematischen Methoden.

Die Teilnahme am Wettbewerb regt häufig zu einer weit über den Unterricht hinausreichenden Beschäftigung mit der Mathematik an. In den unteren Klassenstufen dominiert als Motiv oft der Spaß am rational-logischen Denken. Daher waren die Schülerinnen und Schüler aus der Unterstufe auch dieses Jahr besonders stark vertreten.

Bei den Älteren besteht das Interesse dagegen mehr darin, eigene mathematische Fähigkeiten an der Bearbeitung anspruchsvoller Aufgaben zu erproben, zu festigen und weiterzuentwickeln.

Die 49. Mathematik-Olympiade im Rhein-Maas-Gymnasium wurde zum ersten Mal eindeutig vom weiblichen Nachwuchs dominiert. Weit über die Hälfte der Preisträger sind talentierte junge Mädchen, die schon früh Spaß an interessant gestellten Aufgaben verspüren. Das Ziel der Olympiade ist es, Freude und Interesse am Fach Mathematik zu wecken und begabte Schüler zu erkennen und zu fördern. Die Gewinner der Regionalrunde werden am kommenden Samstag zum Landeswettbewerb nach Neuss eingeladen.

Auf die Preisträger warten neben Urkunden auch Sachpreise und Einladungen zu mathematischen Fördermaßnahmen. In einer letzten Auswahlrunde im Mai nehmen Schülerinnen und Schüler aus allen Bundesländern in Göttingen teil. Die besten Teilnehmer dieser Runde werden in Absprache mit den übrigen Bundesländern in die Mannschaft einberufen, die die Bundesrepublik Deutschland bei der Internationalen Mathematik-Olympiade vertreten. Diese findet jedes Jahr in einem anderen Land der Erde statt - in diesem Jahr in Astana, Kasachstan.

Dr. Ralf Gräßler von der Firma VEDA engagiert sich mit Sachpreisen für die Mathematik-Asse der Aachener Schulen. Der promovierte Physiker war selbst einmal Schüler des Rhein-Maas-Gymnasiums. Der Regionalkoordinator für die Stadt Aachen, Stefan Lindlahr, bestätigte abschließend: „Um den mathematischen Nachwuchs ist mir nicht bange!”

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