Aachen: Monschauer Straße künftig dreispurig?

Aachen: Monschauer Straße künftig dreispurig?

Der vor allem in Aachen heftig umstrittene vierspurige Ausbau der Monschauer Straße (B258) zwischen Lichtenbusch und Kalkhäuschen ist offensichtlich vom Tisch, doch die Chance einer deutlichen Verbesserung der Verkehrsführung soll damit nicht vertan sein.

Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg haben sich in einer gemeinsamen Erklärung darauf verständigt, „Bewegung in die Ausbauplanung“ zu bringen. Kernpunkt ist: Die Monschauer Straße soll von der Autobahn bis zum Anschluss an die B 258/Himmelsleiter dreispurig ausgebaut werden. Das heißt, dass pro Fahrtrichtung jeweils in Etappen Zweispurigkeit vorgesehen ist.

Dieser Ausbau und zwei Kreisverkehre an den Kreuzungen zur Pascalstraße und Kesselstraße sollen den Verkehrsfluss deutlich verbessern und die Staus reduzieren, heißt es in einer Erklärung von Freitag. Philipp und Etschenberg würden darin übereinstimmen, „dass die Umsetzung eines Kompromissvorschlages im Interesse der Pendler besser ist als die Fortsetzung weiterer Diskussions- und Abstimmungsrunden mit nicht kalkulierbarem Zeitablauf“.

Philipp und Etschenberg haben vereinbart, den gemeinsamen Vorschlag in die zuständigen Gremien von Stadt Aachen und Städteregion einzubringen. Bei Zustimmung wollen sie ihn dann auch engagiert gegenüber den weiteren Stellen — Landesbetrieb Straßen NRW, Land NRW und Bund — vertreten. Durch die Initiative wollen Etschenberg und Philipp die Anbindung des Eifelraumes an das Oberzentrum Aachen und an die Autobahn A 44 nach dem jahrelangen Vorlauf „nunmehr in eine Realisierungsphase bringen und eine klare Zeitperspektive für den Ausbau erhalten“.

In der Erklärung der beiden Spitzenbeamten von Stadt und Städteregion heißt es: „Unser gemeinsames Ziel ist es, das für die Stadt Aachen und die gesamte Städteregion Aachen wichtige verkehrsstrukturpolitische Projekt B 258 — Anbindung des Eifelraumes an das Oberzentrum Aachen und Anbindung an die Autobahn A 44 — nach dem jahrelangen Vorlauf nunmehr in eine Realisierungsphase zu bringen und eine klare Zeitperspektive für den Ausbau zu erhalten.“ Im Interesse aller Beteiligten müsse „aus der bisherigen Passivität eine zukunftsorientierte Aktivität entstehen“, so Marcel Philipp und Helmut Etschenberg.

Die Verwaltungsbeamten setzen dabei vor allem auf die Unterstützung der Politik, die das Vorhaben bei den Entscheidungsträgern auf der Prioritätenliste nach ganz oben bringen sollen. Philipp und Etschenberg werden dabei direkt auf die Landtagsabgeordneten aus Stadt und Städteregion — Daniela Jansen, Armin Laschet, Karl Schultheis, Reiner Priggen, Eva-Maria Voigt-Küppers, Stefan Kämmerling, Axel Wirtz und Hendrik Schmitz — sowie auf die hiesigen Bundestagsabgeordneten — Rudolf Henke, Ulla Schmidt, Andrej Hunko und Helmut Brand — zugehen.

(alp)
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