Aachen: Monika Strack ist die „Pau!erfrau“

Aachen : Monika Strack ist die „Pau!erfrau“

Eine engagierte Aachener Powerfrau wurde im Rahmen einer kleinen, aufgelockerten Feierstunde des Zonta Clubs Aachen zur „Pau!erfrau met Hazz“ ernannt. Ihr Name: Monika Strack, Witwe des Ex-Prinzen Helmut Strack.

Nach Jasmin Schwiers und der Franziskanerinnen-Schwester Maria Ursula ist sie die dritte Aachenerin, die mit dieser Auszeichnung geehrt wurde. Anerkannt wird damit außergewöhnliches Engagement von Frauen für Aachener Bürger.

Der Bezug zur Pau aber ergibt sich aus zweierlei Gründen: zum Einen aus der klanglichen Ähnlichkeit zu Power. Zum Anderen, weil die Pau, die am Ronheiderweg entspringt, eine große Bedeutung für Aachen hat, den Tritonenbrunnen an der Kaiser-Friedrich-Allee speist, viele Jahrzehnte das Stadtbild Aachens prägte und so mancher Öcher auch mit Pauwasser getauft wurde.

In charmantem Öcher Platt eröffnete Karin Wisgens den Abend und gab einen kurzen Einblick in das Netzwerk von Zonta International mit 1200 Clubs in über 60 Ländern. Der Zonta Club Aachen wurde 1997 gegründet. Initiiert werden von Zonta Benefizveranstaltungen und Aktionen, um Gelder für Projekte zugunsten von Mädchen und Frauen zu sammeln.

Dem Brauchtum verpflichtet

Geradezu geboren für das närrische Amt eines Prinzen Karneval war Helmut II. Strack, der 1978 regierte. Nur zwei Jahrzehnte waren ihm noch vergönnt, um den Öcher Fastelovvend entscheidend mitzuprägen, denn beim Rosenmontagszug 1998 verunglückte er tödlich. Als Präsident des Ausschusses Aachener Karneval und damaliger Geschäftsführer des Aachener Karnevalsvereins war es Helmut Strack eine besondere Herzenssache, in den Kindern die Freude am Karneval zu wecken. „In ihnen sah mein Mann die Zukunft unseres Brauchtums.

Dem fühlte und fühle ich mich verpflichtet“, erklärte Monika Strack. Bei seiner Beisetzung erbaten daher sie und ihre beiden Töchter Christiane und Cornelia statt Blumen eine Spende und riefen 2001 die Helmut-Strack-Stiftung ins Leben, deren vorrangiges Ziel die Förderung des Kinderkarnevals und des Kinderkostümzuges ist. Tochter Christiane ist die 1. Vorsitzende der Stiftung. Sie nahm ebenfalls an dieser Feierstunde teil, begleitet von ihren beiden Töchtern Mona (11) und Mia (7) sowie ihrer Nichte Hannah (13).

„De Wiver sönd baschtig stolz auf Monika. Sie ist immer auf Trapp“, leitete Renate Weidner, Vizepräsidentin des Zonta Clubs Aachen die Laudatio ein. Darin hieß es unter anderem, dass es der Helmut-Strack-Stiftung bei der jährlichen Preisverleihung an Vereine, Schulen und Kindergärten darauf ankomme, Kindern aus allen gesellschaftlichen Schichten die Teilnahme am Karneval zu ermöglichen.

Auch Wilm Lürken, Präsident des Festausschusses Aachener Karneval fügte anschließend hinzu: „Wir haben Monika Strack viel zu verdanken.“ In einem Punkt aber widersprach die zur „Pau!erfrau met Hazz“ Gekürte den vielen anerkennenden Worten: „Eins stimmt nicht, dass ich eine ‚Pau!erfrau‘ bin, denn ich bin aus Herzogenrath und habe als Kind immer an der Wurm Frösche gefangen, nicht an der Pau.“

Dann berichtete sie, als Mitglied des sechsköpfigen Beirats der Stiftung, dass in den letzten vier Jahren sogar je 1500 Euro an Kinder- oder Jugendeinrichtungen vergeben werden konnten. Das mit ihrer Ehrung verbundene Preisgeld leitete die neue „Pau!erfrau“ direkt an die Helmut-Strack-Stiftung weiter.

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