Aachen: „Mitmach-Konferenz“ zeigt Wege zu nachhaltigen Verhaltensweisen auf

Aachen : „Mitmach-Konferenz“ zeigt Wege zu nachhaltigen Verhaltensweisen auf

Wie sieht es aus, ein gutes und nachhaltiges Leben abseits des Konsums? Dieser und anderen Fragen gehen Interessierte innerhalb der „Mitmach-Konferenz Gutes Leben 2.0“ am 29. und 30. Juni auf den Grund.

Finanziert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, Brot für die Welt und dem Katholischen Fonds, geht es den verantwortlichen Akteuren vor allem um eins, wie Andrea Milcher, Projektleiterin von „Gutes Leben 2.0“ erzählt: „Seit 2016 existiert unser Konzept und die Konferenz stellt nicht nur den Höhepunkt, sondern gewissermaßen auch den Abschluss des Ganzen dar. Wir beleuchten im Rahmen von verschiedenen Vorträgen und Workshops die Möglichkeiten, wie man ein gutes Leben für alle Menschen möglich machen und gestalten kann. Wasserknappheit und Umweltverschmutzung sind nur zwei Beispiele dafür, wie unser Konsumverhalten die Erde negativ beeinflusst.“

Doch gerade in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sind Konsumsteigerung und Wirtschaftswachstum zu einem wichtigen Ziel geworden. Die Wachstumslogik durchdringt maßgeblich das alltägliche Denken und Handeln. Die Konsequenzen sind ein enormer Ressourcenverbrauch auf der Erde. Die Mitmach-Konferenz unter dem Motto „Ideen für den Wandel“ fördert den Austausch und die Vernetzung und zeigt Wege zu einem anderen Lebensstil auf, in dem verschiedene Kooperationen, Solidarität und soziale Interkation im Mittelpunkt stehen.

„Die Frage nach einem guten Leben betrifft uns alle und jeder hat Wünsche und Ideen, wie dieses aussehen kann“, betont Projektmitglied Maryam Aliakbari.

In den Workshops und Vorträgen werden Orientierungen gegeben und das bisherige Konsumverhalten hinterfragt. So erfährt man im „Globalen Supermarkt“, wie viel an Rohstoffen und Wasser man beim Kauf von alltäglichen Dingen tatsächlich verbraucht. Auch eine Einführung in die Umweltpsychologie und Maßnahmen zum Schutz des Klimas werden vorgestellt. „Das Programm beinhaltet zudem einen Markt der Möglichkeiten, bei dem sich Initiativen aus Aachen und der Umgebung vorstellen, die alternative Konsum- und Wirtschaftsformen leben.

Beim „Do-it-yourself“ Aktionstisch können Klamotten getauscht, umgenäht oder bedruckt werden und ein Repairstand macht kaputte Dinge und Elektronik wieder fit für den Gebrauch“, fügt Aliakbari hinzu. Kooperationspartner der Mitmach-Konferenz ist der Bund der Deutschen Katholischen Jugend Diözesanverband Aachen (BDKJ).