Aachen: Miniphänomenta: Lineale schimmern in bunten Farben

Aachen: Miniphänomenta: Lineale schimmern in bunten Farben

Spielerisch Wundern aus Natur und Technik auf den Grund gehen, darum geht es bei dem Projekt Miniphänomenta. Ins Leben gerufen wurde es von den vereinigten Unternehmerverbänden Aachen (VUV) und der Landesvereinigung der Arbeitgebervereine NRW und bereits in über 200 Schulen im Land getestet.

In Aachen nimmt die Gemeinschaftsgrundschule Kronenberg die Vorreiterrolle ein und bietet Schülern die Möglichkeit, eigenständig und ohne Vorgaben Phänomene aus allen naturwissenschaftlichen Bereichen zu untersuchen.

Chemie, Physik und Mathe lernen, ohne im einem Klassenzimmer zu sitzen und dem Lehrer zuzuhören, ist nicht nur für die Schüler eine neue Erfahrung. „Man stillt den Wissensdurst der Kinder auf eine ganz andere Art, als es im Unterricht passiert”, erklärt Petra Pauli, Bildungsreferentin des VUV. Sie kritisiert auch, dass es in Deutschland ein Ungleichgewicht gibt, was Allgemeinbildung betrifft. „Wer Goethe nicht kennt hat Wissenslücken, aber ist denn nicht zu wissen, wo unser Strom herkommt, nicht genauso schlimm?”

Dies zu ändern und die Neugier der Kinder auf Naturwissenschaft zu fördern, darum geht es den Arbeitgeberverbänden. Und auch wenn nicht jedes Kind später Physik studiert, so hofft man doch, dass einige Dinge im Gedächtnis bleiben. Das Interesse der Kinder ist groß, und so wundert es nicht, dass die Pausen auch gerne auf den Fluren verbracht werden, um zu rätseln, warum ein gewöhnliches Lineal unter einem Filter auf einmal in bunten Farben schimmert.

Erstaunt ist Schulleiterin Monika Günter immer wieder, wie unvoreingenommen die Dinge untersucht werden. Unabhängig davon sind die Schüler der Kronenberg-Schule begeistert, wie Jana, Roman, Celina, Yassine und Max. Sie haben viel Spaß beim experimentieren und finden die Versuche „cool”.

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