Ein Impulsgeber für die Hospiz-Idee: Michael Nobis engagiert sich im Kuratorium

Ein Impulsgeber für die Hospiz-Idee : Michael Nobis engagiert sich im Kuratorium

Berührungsängste mit dem Thema kennt der Mann nicht. Und so scheint der jüngste Schritt logisch, denn schon länger hat sich Michael Nobis als Förderer der Hospizidee in Aachen verstanden. Sei es über den jährlichen Poschweck-Verkauf oder das Sponsoring der Herbst­emotionen an Allerheiligen im Theater Aachen. Dass der Aachener Bäckermeister und Unternehmer jetzt neues Mitglied im Kuratorium der Hospizstiftung Region Aachen ist, ist konsequent.

Auch Nobis hat erfahren, dass die Arbeit im Dienst der Menschen in ihrer letzten Lebensphase im Nachhinein sehr bereichernd sein kann – auch in der eigenen Familie. Jetzt will er im Gremium das Engagement noch verstärken. Das Kuratorium ist 2012 grundsätzlich zur Unterstützung der Aachener Hospize im Haus Hörn und am Iterbach ins Leben gerufen worden, speziell aber, um die Finanzierung des Hauses am Iterbach zu sichern. Neben baulicher Planung und inhaltlicher Konzeption war vor allem die Finanzierung des Hauses für die letzte Lebensphase eine besondere Herausforderung.

Das Kuratorium der Hospizstiftung, in dem sich Frauen und Männer ganz unterschiedlicher gesellschaftlicher und beruflicher Richtungen finden, hatte zugesagt, fehlende zwei Millionen Euro beizusteuern. Durch einen Brand, unerwartete weitere Baumaßnahmen und notwendige Investitionen stieg die beizusteuernde Summe inzwischen auf 3,2 Millionen Euro – von denen aber bemerkenswerte 2,5 Millionen Euro aufgebracht worden sind. Durch Spendenakquise, Bilderauktionen, Verkäufe, Aufführungen und vieles mehr.

Freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Michael Nobis (2. von rechts): Schirmherr Tim Hammer (links), Silke Müller (Hospizstiftung) und Bernd Claßen (Vorstand Hospizstiftung). Foto: Leisten

Und genau hier sieht auch Michael Nobis seine Aufgabe: „Ich will versuchen, in unserem Umfeld etwas zu bewegen und mich nachhaltig zu engagieren. Da passt das Hospiz genau.“ Der 54-Jährige ist ein Netzwerker, von Berufs wegen und privat. Er möchte sich persönlich einbringen und Menschen ansprechen, ob sie etwas tun können. Das Argument fehlender Zeit lässt er dabei nicht zu, denn im Kuratorium seien alle Mitglieder zeitlich eingespannt – und engagierten sich trotzdem.

In Kontakt mit der Hospizidee kam er nicht zuletzt durch Tim Hammer. Mit dem Speditionsunternehmer, der zugleich Schirmherr des Hauses am Iterbach ist, verbindet ihn durchaus ein freundschaftlicher Kontakt. „Wir denken zu wenig an das Lebensende, solange wir nicht selbst betroffen sind“, beschreibt Nobis auch den ideellen Hintergrund seines Engagements für das Haus in der Voreifel, das – landschaftlich traumhaft gelegen – 14 Plätze bietet. Menschen finden hier genau wie in Haus Hörn, dem ersten deutschen Hospiz, medizinische, seelsorgerische und therapeutische Fürsorge auf der letzten Etappe ihres Lebens. Es geht um ein Haus für das Leben, nicht fürs Sterben – oder wie ein Leitsatz von Cicely Saunders, Begründerin der Hospizidee, auch für das Haus am Iterbach lautet: Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben. Daran will Michael Nobis mitwirken.
www.hospizstiftung-aachen.de