Merzbrück: Pläne für Ausbau der Landebahn werden konkret

Flugplatz Merzbrück : Land gibt grünes Licht für die Planung

Der endgültige Durchbruch ist noch nicht geschafft, aber er steht offenbar kurz bevor. Kaum anders kann die Zustimmung der NRW-Landesregierung zum Beginn der konkreten Planungen für den Ausbau der Start- und Landebahn am Flugplatz Merzbrück gedeutet werden.

Die mündliche Zusage gab es bereits am vergangenen Freitag bei einem Erörterungstermin im Verkehrsministerium, jetzt hat es Uwe Zink auch schriftlich: Das Land stimmt dem „vorzeitigen, zuschussunschädlichen Maßnahmenbeginn“ für den Ausbau des Verkehrslandeplatzes Merzbrück zu einem Forschungslandeplatz zu.

Hinter der hölzernen Begrifflichkeit steht die Erlaubnis, die Planungen für die Baumaßnahme nunmehr ausschreiben zu können. „Und das bedeutet auch, dass unsere Antragsunterlagen für die Landesfördermittel offenbar eine gewisse Qualität haben“, stellt der Geschäftsführer der Flugplatz Aachen-Merzbrück GmbH (FAM) zufrieden fest.

Die seit vielen Jahren angestrebte Verlängerung der Start- und Landebahn von 530 auf 1160 Meter sowie deren Verschwenkung kann nunmehr angegangen werden. Sie ist wiederum elementare Voraussetzung für den geplanten Forschungsflughafen, der in Kooperation mit der RWTH Aachen in Merzbrück entstehen soll. Auch für die Elektrofizierung der Euregiobahn und die Einrichtung eines neuen Haltepunktes ist der Umbau Voraussetzung.

Die wird offenbar jetzt zügig geschaffen. „Ich gehe davon aus, dass wir noch in diesem Jahr beginnen werden“, zeigt sich Zink optimistisch.“ Spätestens zum Ende des ersten Quartals 2020 könnte die Bahn dann in Betrieb genommen werden. Damit würde auch der Zeitplan des Städteregionsrates eingehalten: Tim Grüttemeier hatte im Januar im Interview mit unserer Zeitung von „entscheidenden Wochen“ für das Projekt gesprochen.

Das gilt auch im Hinblick auf die von Ministerpräsident Armin Laschet in Aussicht gestellten Landesmittel in Höhe von vier Millionen Euro. „Es müssen noch einige Untersuchungen vorgenommen und der Entwässerungsplan abgeschlossen werden“, berichtet Uwe Zink. „Wenn das erledigt ist, hoffen wir auf einen baldigen Förderbescheid.“

Dank der jetzt erteilten Zusage des Verkehrsministeriums sind auch die Planungsarbeiten zuschussfähig. Die Gesamtkosten für das Projekt werden mit rund acht Millionen Euro veranschlagt. Der nicht vom Land abgedeckte Teil soll von den FAM-Gesellschaftern getragen werden. In der Pflicht stehen damit die Städte Aachen und Eschweiler, die Städteregion sowie die Stadtentwicklungsgesellschaft Würselen.

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