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Aachen: Mehr Zeit für Kinder: Küchenhilfen in Kitas

Aachen : Mehr Zeit für Kinder: Küchenhilfen in Kitas

Aachens Kitas sind unterbesetzt. In den 57 städtischen Kindertagesstätten fehlen 80 Erzieherinnen und Erzieher. Und zusätzlich müssen die vorhandenen Kräfte auch noch Arbeiten erledigen, die mit Pädagogik nichts zu tun haben.

Etwa 20 Vollzeitküchenhilfen sollen nach Ansicht von CDU und Grünen auf die städtischen Kitas verteilt werden. „Es ist nicht die Aufgabe der Erzieherinnen, Tische zu decken, Essen auszuteilen und wieder abzuräumen“, sagt Ruth Wilms (CDU), Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses. Die Erzieher brauchten mehr Zeit für die Arbeit mit den Kindern. Daher wolle man nun „mit und mit“ Küchenpersonal einstellen.

Derzeit gibt es rund 850 städtische Angestellte in den Kitas. Die 80 neuen Stellen würden Kosten von „über den Daumen“ sieben Millionen Euro verursachen. Zu viel, um sie auf einen Schlag einzurichten. Und so viele Erzieher sind auch gar nicht verfügbar. Stellen in den Kitas zu besetzen, werde immer schwieriger. Also wolle man das Personal sukzessive ausbauen.

Dabei setzt man auf den Nachwuchs aus dem eigenen Haus: Die Zahl der angehenden Erzieher im Anerkennungsjahr habe man bereits von zwölf auf 18 erhöht, erklärt Ulla Griepentrog (Grüne). Das wolle man auf 25 ausbauen. Und alle fertigen Erzieher unbefristet übernehmen. Bisher stellte man ihnen bloß einen Zeitvertrag in Aussicht, weshalb viele zu anderen Trägern wechselten. „Es soll sich lohnen, bei der Stadt zu bleiben“, sagt Griepentrog.

(ger)