Aachen: Mehr Zeit für das beschauliche Münsterstädtchen

Aachen : Mehr Zeit für das beschauliche Münsterstädtchen

„Bereits seit den 1980er Jahren suchen wir nach einer Lösung und Möglichkeit, die historischen Bereiche Benediktusplatz und Korneliusmarkt autofrei zu gestalten. Mit dem Parkplatz hier haben wir eine annehmbare Alternative geschaffen“, so Bezirksbürgermeister Jakob von Thenen bei der Vorstellung des neuen Parkplatzes an der Korneliusstraße in Aachen-Kornelimünster.

Mit der Realisierung der Parkpalette an dieser Stelle, parallel zur Inde, wird der insgesamt starken Nachfrage von Anwohnern, Kunden, Besuchern und Spaziergängern nach mehr Parkraum entsprochen.

Bei Anwohnern, Kunden und Besuchern sehr begehrt: Um den Parkdruck rund um St. Kornelius (1) zu reduzieren, wurde das Angebot an Parkplätzen in Kornelimünster erweitert. Foto: Manfred Kistermann, Michael Jaspers

In der Zeit von werktags 9 bis 18 Uhr kann man mit Parkscheibe hier maximal vier Stunden kostenfrei parken. Für Spaziergänger zum Beispiel Zeit genug, den historischen Ortskern von Kornelimünster zu erkunden. Wanderer, die länger unterwegs sind oder gar mehrere Tage ihr Fahrzeug abstellen wollen, um Eifelsteig oder Vennbahnweg zu erkunden, also Langzeitparker, sollen den Bereich Schildchenweg/Friedhof nutzen. In etwa einem Jahr will man, so von Thenen, die von der Bezirksvertretung für den Parkplatz Korneliusstraße getroffene Parkzeitregelung überprüfen und falls notwendig, modifizieren.

Kosten von 196.000 Euro

Die Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster/Walheim hat den Beschluss zum Bau des Parkplatzes im August 2016 gefasst. Bei der Umsetzung des Maßnahme mussten zunächst alte, baufällige Schuppen und Garagen abgerissen und eine historische Bruchsteinmauern saniert werden. Auch Stadtarchäologie und Denkmalpflege waren involviert. Insgesamt wurden rund 1000 Quadratmeter Betonsteinpflaster verbaut. Die Herstellungskosten betrugen insgesamt 196.000 Euro bei einer Bauzeit von nur sieben Wochen. Entstanden sind 32 allgemeine Parkplätze und zwei Behindertenparkplätze. Ebenfalls vorhanden ist eine Ladestation der Stawag für E-Mobile.