Aachen: Mehr ICE Verbindungen: Aachen rückt an die Metropelen

Aachen: Mehr ICE Verbindungen: Aachen rückt an die Metropelen

Aachen rückt ein wenig näher an die deutschen und europäischen Metropolen. Mit dem Fahrplanwechsel am vergangenen Wochenende werden die ICE-Verbindungen von Aachen nach Köln und Frankfurt sowie nach Brüssel erheblich enger getaktet.

In Zusammenarbeit mit der belgischen Staatsbahn schafft die Deutsche Bahn damit rund 1700 zusätzliche Sitzplätze pro Tag auf den viel befahrenen Strecken — also etwa 50 Prozent mehr als vor der Umstellung.

„Für Aachen als Wissenschafts- und Kongressstadt ist eine gute Verbindung nach Brüssel sehr wichtig“, sagte Bürgermeisterin Margrethe Schmeer beim symbolischen „Abfahrauftrag“ am Sonntagmorgen. Sie habe außerdem die Hoffnung, dass der Süd-Eingang für den Hauptbahnhof in absehbarer Zeit Wirklichkeit werde und die Stadt der Rolle als westlicher Knotenpunkt so etwas besser gerecht werde.

Laut Armin Laschet, Landesvorsitzender der CDU in Nordrhein-Westfalen sieht man sich „aktuell auch nach Möglichkeiten für ein drittes Gleis zwischen Aachen und Köln um“. Damit würde die Stadt sowohl für Unternehmen als auch für Pendler und Urlauber noch interessanter werden, betonte er.

Mit den neuen Verbindungen dauert die Fahrt nach Brüssel ungefähr 65 Minuten und in Frankfurt ist man in weniger als zwei Stunden. Damit sind auch die beiden Großflughäfen schneller erreicht als noch vor dem neuen Fahrplan.

„Aachen ist damit nicht nur ein wichtiger Kreuzungspunkt für den Fern- und Nahverkehr, sondern auch ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Belgien“, wie der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für NRW, Werner Lübberink, erklärte. Nicht zuletzt sei der Ausbau der Strecke nach Brüssel eine Maßnahme, um der Konkurrenz durch den Thalys zu begegnen.

Durch die Ausweitung des Angebots steigt zudem die Zahl der auf den Eurostar abgestimmten Verbindungen nach London. Inklusive der Umsteigezeit in Brüssel ist die britische Hauptstadt von Aachen aus in weniger als fünf Stunden erreichbar.

(rh)
Mehr von Aachener Zeitung