Mehr als 2000 Aachener fahren mit MON-Kennzeichen durch die Gegend

Autokennzeichen : Wenn der Öcher die Eifel liebt

Seit mittlerweile sechs Jahren werden wieder MON-Kennzeichen in der Städteregion zugelassen. Und längst nicht alle Autofahrer, die sich für „Monschau“ entscheiden, kommen aus der Eifel.

Seit der Neueinführung des MON-Kennzeichens haben sich 2057 Aachener für diese Variante entschieden, ergab eine Anfrage unserer Redaktion beim Straßenverkehrsamt der Städteregion. Insgesamt sind es 16.870 MON-Zulassungen, wobei der Löwenanteil verständlicherweise auf den Altkreis Monschau entfällt. Doch auch in Alsdorf, Stolberg oder Eschweiler sind Menschen mit MON-Autos unterwegs.

Warum wer welches Kennzeichen nimmt, hat ganz unterschiedliche Ursachen. „Wir fragen nicht nach Gründen. Aber wenn Bürgerinnen und Bürger uns angesprochen haben, waren in der Regel die neuen Buchstaben und Zahlenkombinationen, die möglicherweise unter AC nicht mehr frei waren, von besonderem Interesse“, erklärt die Leiterin des Straßenverkehrsamtes, Marlene Maaßen.

„Besonders Frauen mit dem Namen Monika stehen auf MON-I. MON-EY ist auch sehr beliebt“, sagt sie. Viele gebürtige Eifeler, die jetzt in Aachen oder im Nordkreis leben, sowie Menschen mit persönlichen Beziehungen würden das MON-Kennzeichen ebenfalls gerne nutzen.

Das MON-Kennzeichen wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung im Jahr 1972 abgeschafft. Der Altkreis Monschau bestand damals aus den heutigen Kommunen Monschau, Simmerath und Roetgen plus den Orten Zweifall (heute Stadt Stolberg) sowie Schmidt und Vossenack (heute Stadt Nideggen bzw. Gemeinde Hürtgenwald)

Die Initiative zur Wiederbelebung des MON-Kennzeichens war im Frühjahr 2011 von einer Bewegung um den Kalterherberger Heimatforscher Berthold Thoma ausgegangen, nachdem der Gesetzgeber die Möglichkeit der Wiedereinführung alter Kennzeichen eingeräumt hatte.

Nach wie vor sind auch noch eine Reihe original MON-Kennzeichen aus der Zeit vor der Neugliederung im Umlauf. Insgesamt schmücken sich in der Städteregion noch 28 Fahrzeuge damit, in erster Linie Traktoren.

(red)