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Brand: Marktschule Brand: Günther und Vera Kerkhoffs inszenieren neue Kinderoper

Brand : Marktschule Brand: Günther und Vera Kerkhoffs inszenieren neue Kinderoper

In der Zwischenzeit war es ruhig um den berühmt-berüchtigten Krippekratz geworden. Fast schon zu ruhig. Doch der Schein trügt. Denn nun ist der Teufel wieder da und treibt sein Unwesen erneut an der Marktschule Brand.

Denn dort proben knapp 70 Kinder fleißig für das neue Stück „Der Teufelsberg“ und lassen diesmal die Sage rund um den Lousberg lebendig werden. Die Kinderoper aus der Feder und unter der musikalischen Leitung von Günther Kerkhoffs ist mittlerweile zu einer Schultradition geworden.

„Der ,Teufelsberg‘ ist Teil der Teufelsoper-Trilogie. Nach dem ,Teufel im Dom‘ und der ,Teufelsprinte‘ präsentieren wir jetzt das neue Stück“, erzählt Günther Kerkhoffs. Die Oper beginnt mit dem berühmten verhinderten Rachezug des Teufels, der die Aachener und ihre Stadt mit einem riesigen Haufen Sand überschütten will, nachdem er seinen Daumen an der Dompforte eingebüßt hat. Doch ein Marktweib durchkreuzt seine Pläne und stellt ihm in feinstem Öcher Platt so einige Fragen, die den Teufel in Erklärungsnot bringen.

„Wir inszenieren alle zwei Jahre ein neues Stück, und die Kinderoper beinhaltet alle Elemente, die auch in einer echten Oper zu finden sind. Wir haben Solosänger, Terzette und Quartette. Alles ist in Miniaturformat vorhanden“, ergänzt Kerkhoffs. Dafür, dass die Schauspieler, die ab der zweiten Klasse an der Inszenierung teilnehmen können, nicht nur gesanglich perfekt vorbereitet sind, sorgt Vera Kerkhoffs.

Angefangen von der Choreografie über die Kostüme bis hin zur Regie kümmert sich sie sich um alles vor und hinter der Bühne. „Das Ganze ist natürlich schon eine Herausforderung, aber es macht immer wieder unheimlich viel Spaß, denn die Kinder sind motiviert und unterstützen sich gegenseitig“, betont Vera Kerkhoffs.

Die Kostüme sind dieses Jahr sehr modern gestaltet. Statt aufwendiger Verkleidungen rücken dezent gesetzte Akzente die Handlung und das Können der Kinder in den Vordergrund. 50 Mädchen und Jungen singen im Chor, 17 spielen im Orchester. Die Proben finden neben dem regulären Unterricht im Rahmen der Offenen Ganztagsbetreuung statt.

Damit die Ideen auch in die Tat umgesetzt werden können, ist das Projekt allerdings auf Spenden angewiesen, denn die gesamte Arbeit stemmen Vera und Günther Kerkhoffs alleine. Dazu gehört auch das Beruhigen der kleinen Darsteller. Denn die sind mitunter ganz schön nervös und aufgeregt. Aber da die bisherigen Opern alle von Erfolg gekrönt waren, kann man mit Sicherheit sagen, dass auch „Der Teufelsberg“ wieder viele Fans in die Marktschule locken wird. Schließlich hat man jetzt lange genug auf die Wiederkehr des Krippekratz gewartet.