Aachen: Maria-Montessori-Gesamtschule feiert den 20. Geburtstag

Aachen : Maria-Montessori-Gesamtschule feiert den 20. Geburtstag

Zwei Wochen lang haben die Schüler des neunten Jahrgangs der Maria-Montessori-Gesamtschule in künstlerischen Workshops getüftelt und gearbeitet. Jetzt war es so weit: Die Bildhauer, Mode- und Möbeldesigner und Fotografen präsentierten den Besuchern ihre Werke in einer Vernissage. Tänzer, Schauspieler und Musiker boten ein großes Bühnenprogramm.

So gestalteten die Schüler in der kurzen Zeit eigene kreative Produkte, dabei waren diverse künstlerische Objekte, aber auch eine eigene Choreographie und sogar ein eigener Song.

Die Maria-Montessori-Gesamtschule feiert dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen und hat die zwei jährlichen Kulturwochen unter das Jubiläumsmotto „20 Jahre — zurück und vor“ gestellt. Zwölf Workshops standen den 165 Schülern dabei zur Auswahl, von Tanz, Theater und Musik bis Design und Technik war alles möglich.

Fast alle Workshops standen nicht nur unter der Leitung von externen Experten und Künstlern, es wurde auch an außerschulischen Orten gearbeitet, zum Beispiel im Ludwig Forum oder im 100‘5 Radiostudio. „Durch diese Kooperationen sollte im Gegensatz zum Schulalltag der Blick aufs wahre Leben ermöglicht werden“, erklärte Schulleiterin Irmgard Braun.

Die Schüler mussten einen Weg finden, das Motto „damals“ und „heute“ gegenüberzustellen. Im Möbeldesign-Workshop entwarfen sie einen modernen Stuhl nach einer Inspiration durch das alte Computerspiel „Tetris“, und die Schauspieler inszenierten eine Zeitreise zum genannten Motto.

Den Technik-Workshop leitete Marlon Geloneck, selbst ein Schüler aus der 9. Klasse. Er brachte seinen Mitschülern das Wissen über Technik und Entwicklung bei — was er selbst von älteren Mitschülern über die Bühnentechnik gelernt hat.

Der Aachener Sänger und Songwriter Michael Witte hatte mit den Schülern einen eigenen Song komponiert. Er betonte das kreative Potenzial eines eigenen und individuellen Produktes — in dem Fall ein selbst komponiertes Lied. „Wir haben alles mit einem einzigen einfachen Mikrofon aufgenommen“, sagte Witte. Mit diesem Konzept möchte die Gesamtschule den Grundsatz der Montessori-Pädagogik — das Kind als „Baumeister seines Selbst“ — umsetzen.

Die Schüler sollen sich künstlerisch frei entfalten können. „Es geht einerseits um kreative Freiheit, andererseits auch um die Disziplin, etwas bis zu einem Datum zu Ende zu bringen“, erklärte Braun. Die Kulturbeauftragte, Monika Bepple, bekräftigte zudem die Nachhaltigkeit des Projekts: „Die Schüler sind danach im Unterricht viel selbstbewusster, kreativer und teamfähiger.“

Sie lernten über die Schule hinaus etwas fürs Leben. Auf dieser Basis würde grundsätzlich die Montessori-Pädagogik im Schulalltag umgesetzt und durch verschiedenste kulturelle Angebote von Klasse 5 bis zum Abi eingegliedert, so Braun.

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