Aachen: Maria-Montessori-Gesamtschüler auf den Spuren der Dreifensterhäuser

Aachen: Maria-Montessori-Gesamtschüler auf den Spuren der Dreifensterhäuser

Beim Vertiefungskurs „Studieren in der Schule“ der Maria-Montessori-Gesamtschule lag der Teufel im Detail. Klingt nach einer müden Floskel, ist es aber nicht: Ein ganzes Schuljahr je einmal wöchentlich haben 16 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 an einem besonderen Projekt gearbeitet.

„Dreifensterhäuser aus dem 3D-Drucker“ heißt es, und beschreibt im Prinzip genau das, was die Schüler gemacht haben: Sie haben die Fassaden der sogenannten Drei-Fenster-Häuser in akribischer Kleinarbeit gemessen, gezeichnet, in einen anderen Maßstab übersetzt und anschließend ausgedruckt. Die Dreifensterhäuser haben in der Architektur der Aachener Bürgerhäuser eine lange Tradition und sehen charakteristisch aus: dreiachsig, relativ schmal, dafür recht lang.

Los ging’s für die Schüler erst einmal mit der fotografischen Objektsuche. Schließlich wurden die Fassaden dreier Häuser am Templergraben ausgemessen und skizziert, in ein CAD-Programm übertragen und schließlich gedruckt. Unterstützung in Form von Vorlesungen und Einführungskursen gab es dabei sowohl von der RWTH als auch von der FH Aachen.

Viel Liebe zum Detail

Unterstützt wurde das Projekt außerdem vom Netzwerk „Zukunft durch Innovation.NRW“, das junge Menschen an MINT-Fächer heranführen will. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 50-fach kleiner als das Original, aber fast genauso detailgetreu. Ob die kleinen Treppen, die winzigen Stuckverzierungen am oberen Hausrand oder die Verzierungen an der Miniatur-Balkonbrüstung, es wurde mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail gearbeitet. Bei der Präsentation des Projekts in der Fachhochschule zeigten sich dann auch alle Beteiligten sehr zufrieden mit der geleisteten Arbeit — Dozenten, Lehrer und Schüler gleichermaßen.