Aachen: Mann fällt vom Bahnsteig: Zug zerquetscht Hand

Aachen: Mann fällt vom Bahnsteig: Zug zerquetscht Hand

Dramatischer Unfall am Sonntag im Aachener Hauptbahnhof: In dem Moment, als der Regionalexpress 1 einfuhr, stürzte ein wartender Fahrgast von der Bahnsteigkante. Er wurde vom Zug überrollt - doch überlebte, wenn auch mit schweren Verletzungen. Die Polizei schloss am Montag ein Fremdverschulden aus.

Der Unfall ereignete sich am frühen Morgen gegen 5.35 Uhr am Gleis 6. Der Zug kam nicht mehr rechtzeitig vor dem Gestürzten zum Stehen. Der 27-Jährige geriet mit einer Hand unter die Räder, die zerquetscht und teilweise abgetrennt wurde. Dennoch darf der Mann wohl seinem Schutzengel danken, dass er überhaupt mit dem Leben davon kam.

Die Feuerwehr war schnell vor Ort und versorgte das stark blutende Unfallopfer. Der Mann wurde umgehend in ein Aachener Krankenhaus gebracht. Die abgetrennten Körperteile konnten im Gleisbett gefunden werden. Ob die Ärzte sie wieder annähen konnten, war bis Montag nicht in Erfahrung zu bringen.

Das Gleis musste für die Dauer der Rettung und Unfallaufnahme für etwa eine Dreiviertelstunde gesperrt werden. Zwei Züge verspäteten sich, der betroffene Zug - der Regionalexpress 1 in Richtung Hamm - konnte statt um 5.50 Uhr erst um 6.10 Uhr abfahren. Er musste zuvor auf ein anderes Gleis umgesetzt werden.

Die genaue Unfallursache stand auch am Montag noch nicht fest. „Ein Fremdverschulden ist nach der Auswertung der Videobilder aber auszuschließen“, erlärte der Pressesprecher der Bundespolizei auf Anfrage unserer Zeitung. Es handele sich vermutlich um einen tragischen Unfall.

Ein anderer Sprecher der Bundespolizei hatte am Sonntag erklärt, dass möglicherweise Alkoholgenuss im Spiel war. Dies wurde am Montag nicht bestätigt.

(heck)
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