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Malteser Aachen starten Telefonbesuchsdienst

Malteser Aachen starten Telefonbesuchsdienst : Gegen die Einsamkeit nicht nur in Corona-Zeiten

Eigentlich war die Einführung des neuen Dienstes erst Ende des Jahres geplant, doch aufgrund der Corona-Kontaktsperre ziehen die Aachener Malteser den Start vor: Ab sofort können sich Menschen, die alleine sind und sich einen Gesprächspartner oder -partnerin wünschen, unter der 0241/9670-181 an den Telefonbesuchsdienst der Hilfsorganisation wenden.

„Wir leiten den Wunsch an ehrenamtlich Tätige weiter“, so Ute Wallraven-Achten, Referentin Soziales Ehrenamt bei den Maltesern. „Diese setzen sich dann mit dem Gesprächspartner in Verbindung und machen einen ständigen Telefontermin aus, beispielsweise jeden Dienstagvormittag.“ So sei eine Verlässlichkeit gegeben, auf die die Angerufenen bauen und sich auch freuen können.

Viele Freiwillge

Aufgrund der Corona-Krise haben bereits viele Freiwillige ihre Mitarbeit beim Telefonbesuchsdienst angeboten, unter anderem Ehrenamtliche aus dem ambulanten Hospizdienst der Malteser, der seine Tätigkeit habe herunterfahren müssen, so Ute Wallraven-Achten. „Die Hilfsbereitschaft ist enorm, nur so konnten wir das Angebot in wenigen Tagen für Aachen auf die Beine stellen.“

Bundesweit bieten die Malteser den Dienst schon seit einigen Jahren an, im Sommer 2019 startete er in Jülich. Das Angebot fußt auf einem praxiserprobten Konzept. Dazu gehören ein intensives Vorgespräch mit Interessierten sowie in normalen Zeiten auch Schulungen und Fortbildungen der Ehrenamtlichen. Worüber die beiden Gesprächspartner am Telefon dann sprechen, liegt in ihren Händen. Das können tägliche Freuden und Sorgen oder Ängste im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ebenso sein wie Geschichten aus dem Leben der Angerufenen.

Angepasste Beratung

Im Vordergrund steht die menschliche Nähe. Keinesfalls erfolgt jedoch eine Beratung in kritischen Lebenssituationen. „Natürlich kann der Dienst soziale Isolation nicht vollständig aufheben“, so Ute Wallraven-Achten, „aber immerhin ist er eine Möglichkeit, diese zeitweise zu durchbrechen und einsamen Menschen wieder Mut zu machen und ihnen den Kontakt am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.“

Das sei eine Aufgabe, die mit der Pandamie nicht aufhören werde. Daher sei der Dienst langfristig angelegt.

(red)