Aachen: Lütticher Straße: Bis zu 71 Parkplätze weg?

Aachen: Lütticher Straße: Bis zu 71 Parkplätze weg?

Seit 2008 wird über die Gesamtplanung der Lütticher Straße diskutiert und beraten. Im März dieses Jahres wurde nun der Ausführungsbeschluss für den ersten Bauabschnitt zwischen Schanz und Limburger Straße gefasst. Jetzt gibt es auch grünes Licht für die Planung des zweiten Abschnitts von der Limburger Straße bis zum Amsterdamer Ring.

Während die Bauarbeiten für den ersten Abschnitt in diesem Jahr beginnen, wird der zweite Abschnitt noch warten: Der Umbau soll hier erst im Jahr 2015 beginnen.

Bei einer Informationsveranstaltung im Couven-Gymnasium stellte Regina Poth, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen, jetzt verschiedene Entwürfe vor, wie die Lütticher Straße zukünftig aussehen könnte. Es wäre möglich, die doppelte Baumreihe stadteinwärts durch Bäume auf der anderen Straßenseite zu ergänzen und so eine Allee entstehen zu lassen. Der Fahrradweg zwischen den Bäumen könnte durch einen Schutzstreifen für Radfahrer auf der Fahrbahn ersetzt werden.

Das geht jedoch nur auf einer breiteren Straße. Die Stadt schlägt vor, entweder die straßennahe Baumreihe zu versetzen, oder aber auf die Parkmöglichkeiten stadtauswärts zu verzichten. Je nach Planungsvorschlag sollen zwischen drei und 58 Bäume gepflanzt werden. Beim Parken wird mit einem Wegfall von 44 bis 71 Plätzen auf dem Bauabschnitt gerechnet.

Auch die Bürger konnten Vorschläge unterbreiten. Viele setzten sich dafür ein, statt einer kompletten Umgestaltung der Lütticher Straße, den Abschnitt auszubessern. Die Anlieger fürchten die Kosten und diskutierten hitzig mit Poth. Denn zu einem gewissen Teil werden sie für den Umbau zahlen müssen. Doch Poth hielt dagegen: Es sei nicht gesagt, dass eine Ausbesserung günstiger wäre — dabei wurde der Straßenbelag erst kürzlich erneuert. Bei den von der Stadt erarbeiteten Varianten sei der Kostenunterschied marginal, so Poth.

Die veranschlagten Gesamtkosten bzw. die umlagefähige Summe konnte sie den Anwesenden nicht nennen. Jeder einzelne Anlieger könne sich bezüglich der Kosten jedoch mit der Bauverwaltung in Verbindung setzen.

Mehr Einigkeit herrschte in der Frage, ob die Limburger Straße im rechten Winkel auf die Lütticher Straße treffen solle: Die Bürger lehnten die Bebauung des Grundstücks ab, das durch die geänderte Straßenführung entstehen würde. Sie plädierten für die Beibehaltung einer Ampelanlage an dieser Stelle. Die Ampel an der Haltestelle Franziskushospital soll bleiben, wenn es nach ihnen geht. Die dort von der Stadt geplante Mittelinsel halten sie aber für überflüssig.

(lah)