Loser Stecker hat Aachener Firma lahmgelegt

Wieder am Netz : Bürospezialist kann wieder telefonieren

Aufatmen in der Firma Keller Büromaschinen: Nach zweiwöchiger Funkstille ist das Aachener Unternehmen wieder am Netz und kann nun auch wieder telefonisch problemlos erreicht werden. Nachfragen unserer Zeitung dürften mit dazu beigetragen haben, dass die Telekom den Fehler am Ende schneller behoben hat, als die Firmenleitung noch zu hoffen wagte.

Der Dienstleister, der sich auf eine gute Büroausstattung und reibungslose Büroabläufe spezialisiert hat, musste seit dem 10. September einen Totalausfall seiner Telefonanlage verkraften. Kundenkontakte kamen entweder gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen zustande.

Techniker und Servicekräfte konnten nur schwer an ihre Einsatzorte gelotst werden. Von einem hohen wirtschaftlichen Schaden spricht auch Prokurist Franz-Peter Reinartz, der sich fassungslos über die allzu lange Tatenlosigkeit der Telekom zeigt. Erst nach knapp einer Woche tauchte erstmals ein Telekom-Techniker in der Firma auf, der aber den Fehler nicht fand. Die um ihren guten Ruf bangende Firma erhöhte den Druck, schaltete einen Anwalt an, kündigte Schadenersatzforderungen an und schaltete schließlich auch unsere Zeitung und den Rundfunk ein.

Und plötzlich ging tatsächlich alles ganz schnell. Nur wenige Stunden nach ersten Presseanfragen entsandte die Telekom einen Spezialisten zum Firmenstandort Auf der Hüls. Knapp eine Viertelstunde habe er benötigt, um einen losen Stecker im Verteilerkasten zu entdecken und den Schaden zu beheben, berichtet Reinartz.

Die Telekom schildert es etwas anders: „Die Eingrenzung der Schadstelle erwies sich als schwierig, was ein Grund für die lange Bearbeitungszeit war.“ Die wichtigste Nachricht für die rund 60 Beschäftigten und alle Firmenkunden aber lautet: „Die Leitung ist gestern noch einmal gemessen worden und sie ist störungsfrei.“

(gei)