Aachen: „Lollipop“ deckt den täglichen Bedarf

Aachen: „Lollipop“ deckt den täglichen Bedarf

Es gibt doch einige Dinge, die die Bewohnerinnen und Bewohner des Preuswalds gerne von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) wüssten. „Wie sieht das eigentlich mit Obst und Gemüse, also Frische im Sortiment aus?“, fragt eine der Anwohnerinnen.

Gaby Lang antwortet ohne groß zu überlegen: „Ja, darüber haben wir uns tatsächlich schon Gedanken gemacht“, sagt die Leiterin des Begegnungszentrums der AWO im Preuswald. Und: „Wird es geben.“

Der Preuswald liegt relativ weit vom Rest der Stadt entfernt. Rund 2220 Bewohner zählt er. Im Preuswald gibt es eine Schwimmhalle und einen Kletterwald. Doch eine simple, sehr naheliegende Sache, die fehlt den Bewohnern noch. Ein Laden oder ein Kiosk.

Die AWO, die im Preuswald seit einem Jahr ein Begegnungszentrum betreibt, hat das erkannt und möchte diesen Umstand ändern. Die AWO D&V GmbH, ein Tochterunternehmen der Arbeiterwohlfahrt in Aachen, will demnächst einen Kiosk eröffnen. In ihm sollen alle wichtigen Dinge für den täglichen Bedarf verfügbar sein: zum Beispiel Getränke, Zeitschriften, Schreibgeräte und Brot- und Backwaren.

Auch eine kleine Kaffee-Ecke ist vorgesehen. Der Kiosk wird sich in den Räumlichkeiten des Gewerbekomplexes der Deutschen Annington, Reimser Straße 76, befinden. „Die nächsten Einkaufsgelegenheiten befinden sich entweder in der Goethestraße oder hinter der belgischen Grenze — beides Orte, die gerade für Ältere sehr weit weg liegen“, erklärt Gaby Lang die Notwendigkeit des Kiosks.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Begegnungszentrum im Preuswald tauschten sich die Verantwortlichen mit Bürgerinnen und Bürgern vor Ort nun aus. Neben Gaby Lang waren auch Gabi Müller, die zukünftig verantwortliche Leiterin des Kiosks, und Marita Schneider, ebenfalls von der AWO, anwesend. Das Konzept an sich fand bei den meisten Anwesenden positiven Anklang, Fragen ergaben sich eher im Detail. „Wir wollen den Bürgern ja nicht einfach etwas vor die Nase setzten. Sie sollen in den Schaffensprozess aktiv einbezogen werden“, so Lang.

Der Kiosk ist nur eine von mehreren Maßnahmen aus einem Plan, den die AWO zusammen mit den Bürgern vor Ort ausgearbeitet hat. Zukünftig sollen auch die Probleme unbeleuchteter Wanderwege und zu weniger Sitzbänke angegangen werden.

Der Eröffnungstermin für den Kiosk ist zwar noch nicht genau datiert, soll aber im September liegen. Einen Namen — den hat der Kiosk allerdings schon. Ausgeschrieben worden war ein Wettbewerb, bei dem Bürger des Preuswalds Namensvorschläge für ihren neuen Kiosk einreichen konnten. Eine Jury bewertete diese. Im Endeffekt setzte sich „Lollipop“ durch — ein einfacher Name, mit dem jeder etwas anzufangen wisse, hieß es in der Begründung.