Aachen: „Lit-Aix“: Kunstgenuss mit sozialem Anspruch

Aachen: „Lit-Aix“: Kunstgenuss mit sozialem Anspruch

Einen künstlerisch genussvollen Abend mit Literatur und Musik verspricht „Lit-Aix“ am Mittwoch, 11. April, in den Räumen der Erholungsgesellschaft. In Anlehnung an die „große Schwester“, die Lit.Cologne hat sich Organisatorin Marga Meier ein Konzept ausgedacht, in dem literarische Texte im Mittelpunkt stehen, kunstvoll flankiert von musikalischen Beiträgen.

Einige Male hat Meier das Format in Aachen bereits präsentiert. Die Veranstaltung am 11. April hat sie unter das Dach der Initiative „Offenes Aachen! Initiative für Demokratie, Menschenwürde, Vielfalt“ der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen gestellt. „Lit-Aix“ bildet den Auftakt der Veranstaltungsreihe, die bis Mai 2019 laufen soll.

So sind auch die literarischen Beiträge unter ein Schwerpunktthema gestellt, das einen Aspekt der Initiative herausstellt: Die Würde des Menschen ist unantastbar, nach dem ersten Artikel des Grundgesetzes. Was genau die teilnehmenden Künstler, wie der Schauspieler Karl Walter Sprungala, der Philosoph Jürgen Kippenhan und der Germanist Werner Haubrich vortragen werden, weiß Meier noch nicht. „In der Auswahl der Beiträge habe ich den Künstlern freie Hand gelassen“.

Was die Abiturientin Carolin Heintz vortragen wird, ist schon relativ sicher — die Stolbergerin nimmt an Poetry Slams teil und hat sich für den Abend Gedanken zum Thema Menschenwürde gemacht. Auch Moderator Werner Vennen wird einen eigenen Beitrag zum Thema leisten. Den musikalischen Rahmen bietet die Jazzband „Aixperimundo“ mit Hermann Flott, Harald Frings und Hans-Walter Staudte. Bei zwei Liedern begleiten sie die Sängerin Tanja Raich vom Das Da Theater.

Als Überraschungsgäste wirken Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums mit, die das Buch „Zwischen den Welten“ vorstellen. In dem Buch erzählen junge Migranten in Aachen ihre Geschichten über Flucht, Erinnerungen an Zuhause und den Neuanfang in einem anderen Land. Das Buch ist ein Ergebnis der Aktion „Gute Sache“ der Bürgerstiftung, die Unternehmen und Einrichtungen der Stadt zusammenbrachte.

Das Buch entstand als Gemeinschaftsprojekt der Schule und des Zeitungsverlags Aachen. Menschen zusammen bringen möchte auch Marga Meier. Jugendliche aus dem Jugendheim Maria im Tann kümmern sich an dem Abend zusammen mit jungen Migranten aus Krisengebieten um den Service und den reibungslosen Ablauf. Die 20 Euro Eintrittsgeld sind gut investiert, findet die Organisatorin, denn ein Teil kommt der Initiative „Offenes Aachen“ zugute.

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