Lions Club Aachen spendet Hospiz-Fördervereinen

Erfolgreiche Aktion „Kunst für Hospize“ : Mehr Zeit für die menschlichen Momente

Es gibt ganz gewiss diese schönen Momente in Hospizen, die den eigentlichen Sinn dieser Häuser vergessen lassen. Momente der Normalität in einem Umfeld, das für ein lebenswürdiges letztes Kapitel sorgen soll.

Viel wichtiger ist aber die Gestaltung des Alltags mit den kranken Menschen. Zeit haben, stets ein offenes Ohr haben und genau dann da sein, wenn Nähe gebraucht ist – das sind die Herausforderungen, denen in Aachen Haus Hörn und das Hospiz am Iterbach über die offiziellen Personalschlüssel nicht immer gerecht werden können. Das betonten die Verantwortlichen der Hospize jetzt aus gutem Grund. Der Lions Club Aachen hatte im letzten Jahr eine bemerkenswerte Aktion „Kunst für Hospize“ gestartet, deren Erlös jetzt an die jeweiligen Fördervereine der beiden Hospize übergeben wurde.

Je 4000 Euro fließen so in die Kassen des Fördervereins und des Freundeskreises. Geld, das dringend benötigt wird. Auch wenn die Hospizaufenthalte zu 95 Prozent von den Kassen finanziert werden und die jeweiligen Fördervereine die restlichen fünf Prozent hinzusteuern, erfüllen diese zusätzliche große Aufgaben. Zum Beispiel die Anschaffung von Zustellbetten für Angehörige in Haus Hörn, damit auch in den letzten Momenten mehr Zeit und Nähe möglich ist. Oder die Ermöglichung einer Aromatherapie bei speziellen Erkrankungen im Hospiz am Iterbach. Sozialarbeiter haben dann auch mal eine Stunde Zeit für die Gäste, niemand muss hetzen. Und in Haus Hörn sorgt ein Therapiehund für ganz viel gute Laune. Die Liste lässt sich verlängern.

Genau diese Hilfe passt ins Profil des Lions Clubs Aachen, der 70 Prozent seiner Hilfe in der Region verwurzelt. „Activities“ nennen die Lions ihre Veranstaltungen und Initiativen. Eine davon war „Kunst für Hospize“ in Kooperation mit dem Das Da Theater, das bei seinen Theater-Dinner vor dem Dessert Versteigerungen von Bildern renommierter Künstler servierte. Lion Oliver Laven und seine Mitarbeiterin Julia Hahne (Event und Promotion) hatten die Idee. Den Erlös stockte der Lions Club auf 8000 Euro auf.

Mit Folgen: „Es geht nicht um spektakuläre Aktionen. Die Personalbesetzung ist das A und O“, erklärt Martina Deckert vom Hospiz am Iterbach. Durch die Hilfe der Lions werde ein Stück Normalität möglich. Und das zähle.

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