Aachen: Linke will die Barockfabrik neu aufstellen

Aachen: Linke will die Barockfabrik neu aufstellen

Konkrete Konzepte für die Zukunft der Barockfabrik stehen seit Jahr und Tag auf der Agenda der Kulturpolitiker. Jetzt ist neues Leben ins alte Tuchwerk am Löhergraben eingezogen.

Vor allem die Ratsfraktion der Linken hatte sich zuletzt immer wieder dafür eingesetzt, die Barockfabrik zum „interkulturellen Bürger- und Begegnungszentrum“ weiterzuentwickeln. Zugleich soll das Haus, dessen Kapazitäten nicht ausgeschöpft seien, als Kinderkulturzentrum erhalten werden, so Fraktionschef Leo Deumens.

Seit Jahren biete die Barockfabrik ein vielfältiges Angebot für Vorschul- und junge Schulkinder. Mit minimalem Budget leiste das kleine Mitarbeiterteam großartige Arbeit. Einige Angebote seien mangels Personal und Budget jedoch bereits gestrichen worden. Inzwischen sei das Haus aber auch zum Begegnungs- und Hilfezentrum für Flüchtlinge geworden. Dort finden Erstberatungen statt, es gibt Deutschkurse, Lesungen und vieles mehr. „In einer freundlichen Umgebung entstehen Kontakte und wichtige Netzwerke“, so Ulla Epstein, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion. „Das Haus ist ein Schatz mitten in der Stadt, den es auszubauen gilt.“

Bei der weiteren Einrichtung seien jetzt die Verbesserung der Technik und der sanitären Situation erforderlich. Zudem sollte das Nutzungskonzept im Ganzen optimiert werden. Bedauerlich sei, dass die „wunderschöne Immobilie“ zurzeit in großen Teilen lediglich als Depot genutzt werde.

„Natürlich bedingt der Ausbau des Angebots eine Aufstockung des Personals. Das bisherige engagierte Team sollte durch einen Hausmeister und weitere Helfer verstärkt werden.“ Mit einem festen Budget von mindestens 20.000 Euro könne das Haus auf eine solide finanzielle Basis gestellt werden. Deumens: „Dafür erhält die Stadt ein vielfältiges dezentrales Angebot für die Jüngsten, dass sich seit etlichen Jahren in der Barockfabrik bewährt hat.“