Aachen: Leo-Rosen-Orden für Jürgen Brammertz

Aachen: Leo-Rosen-Orden für Jürgen Brammertz

Einen Blick zurück in ihre Vereinsgeschichte hat die Aachener Narrenzunft beim Ordensfest geworfen. Traditionell wird in diesem Rahmen auch ihre höchste Auszeichnung, der Leo-Rosen-Orden, an einen besonders engagierten Karnevalisten verliehen.

In diesem Jahr erhielt sie Jürgen Brammertz, Kommandant der Stadtgarde Oecher Penn von 1857. „Humor und ein schelmisches Lächeln“ seien ihm ins Gesicht geschrieben, leitete Wilm Lürken, Präsident der 1892 gegründeten Narrenzunft, seine Laudatio auf den neuen Ordensträger ein.

Als Zehnjähriger sei Brammertz in den Spielmannszug der Penn eingetreten und als 18-Jähriger Aktiver der Stadtgarde geworden. Bereits seit 2006 ist er Kommandant und führt seitdem die Garde mit Bravour unter zwei Maximen: Tradition und Innovation. So sei die Penn zu einem Botschafter des karnevalistischen Brauchtums geworden. Sein persönliches Lebensmotto sei es: „Kleine Brötchen zu backen und Unangenehmes mit Humor zu ertragen“, erklärte Brammertz und betonte, dass er diese Auszeichnung seiner Penn-Familie widme.

Von Berufs wegen gewohnt, mit Zahlen zu agieren, erinnerte er an das Doppeljubiläum dieses Ordens, der 1949, damit vor 8x11 Jahren, von Leo Rosen anlässlich seines 22-jährigen Präsidentenjubiläums, als Dank für aktive Narrenzünftler gestiftet wurde. Seit 1954, also seit 6x11 Jahren, wird er nur noch als Sonderorden an verdiente Karnevalisten verliehen.

Lürken hatte bereits zu Beginn des Ordensfestes daran erinnert, dass Leo Rosen, genannt „der Volkstümliche“, Büttenreden und Liedertexte verfasste, bei der Narrenzunft Zeremonienmeister, Vizepräsident und seit 1927 schließlich Präsident war. Umrahmt von einem karnevalistischen Programm verlieh Lürken Ehrennadeln an Walter Lambertz (40 Jahre) und Karlheinz Waninger (25 Jahre).

(tis)
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