Laurensberg: Laurensberger Wehr für schwierige Einsätze gewappnet

Laurensberg: Laurensberger Wehr für schwierige Einsätze gewappnet

Mit lautem Getöse kommen mehrere Feuerwehrautos angerast. Blaulicht und das sogenannte Folgetonhorn sind angeschaltet, umstehende Passanten wundern sich und schauen gespannt zu. Aus dem Schreibwaren-Geschäft Frankenne steigt Dampf auf. Die Feuerwehrmänner gehen mit Masken geschützt ins Haus. Denn im Geschäft wird eine Person vermisst. Es sieht nach Ernstfall aus.

Aber zum Glück ist der Feuerwehreinsatz nur eine Probe. Die Laurensberger Feuerwehr probt nämlich den Ernstfall in der jährlichen Abschlussübung. Besonderes Augenmerk gilt in der Übung bei Frankenne allerdings nicht nur der Rettung der vermissten Person, sondern auch der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Geschäftes.

Aufsehen erregend — aber zum Glück kein Ernstfall: An der Schurzelter Brücke 13 wurde mit viel Technik trainiert. Foto: Andreas Schmitter

„Da müssen wir vorher erstmal schauen, dass wir die Anlage ausschalten. Sonst würden wir mit dem Einsatz von Wasser vermutlich ein zweites Feuer auslösen“, beschreibt Löschzugführer Reiner Mertens die schwierige Ausgangslage. Denn die Photovoltaik-Anlage würde natürlich auch bei einem Brand weiterlaufen.

Aber genau dafür ist die Übung ja da. Es soll für den kritischen Ernstfall geprobt werden. Denn dann muss jeder Handgriff in Sekunden sitzen. „Insgesamt 30 Feuerwehrmänner sind bei uns im Einsatz. Dabei ist es natürlich besonders gefährlich, weil hier im Geschäft Frankenne viele leicht brennbare Schreibwarenartikel vorhanden sind“, führt Mertens aus.

Bestens eingespielt

Am Ende der Übung ist aber alles reibungslos verlaufen, und auch Mertens ist mit seinem Löschzug zufrieden. Und dann brausen die Feuerwehrautos auch wieder ab. Diesmal aber ohne großes Getöse, sondern ganz ruhig.

Die große Abschlussübung hat gezeigt, dass die Laurensberger Feuerwehr für den Ernstfall bestens ausgerüstet und eingespielt ist. Auch wenn sich besondere Herausforderungen stellen.

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