Neues Musical im Eurogress: Latte für Lennet Kann liegt hoch

Neues Musical im Eurogress : Latte für Lennet Kann liegt hoch

Wenn sich am 31. Oktober der Vorhang im Brüssel-Saal des Eurogress zur Premiere hebt und „Lennet Kann — Das Musical Teil II“ über die Bühne geht, liegen Wochen und Monate intensiver Probenarbeit hinter den Mitwirkenden. Kurt Joußen hat das Singspiel nach einer Vorlage von Walter Kollo verfasst und das Leitungsteam mit Heike Vogt (Produktion), Roman Kohnle (Regie), Kurt Savelsberg (Regieassistenz) und Meinolf Bauschulte (Musik) hat ganze Arbeit geleistet.

Das erste Lennet-Kann-Musical aus der Feder von Kurt Joußen, das im Oktober 2015 und Februar 2016 über die Bühne ging, war ein voller Erfolg, der die Öcher in Scharen in den Brüssel-Saal des Eurogress lockte, so dass man bei allen Vorstellungen ein ausverkauftes Haus melden konnte. Joußen hat die Messlatte für sein Nachfolge-Musical also selbst sehr hoch gelegt. Entsprechend hoch sind die Ansprüche, die alle Mitwirkenden — die meisten waren schon an der ersten Produktion beteiligt — an sich selbst haben.

„Lennet Kann II“ ist wie sein Vorgänger ein Singspiel mit Text, Musik, Gesang und Ballett in einem Vorspiel und drei Akten, das den Zuschauer in das Aachen der Jahre 1901 und 1911 führt. Im Wesentlichen spielt die Handlung am Rüütche — das Schankfenster für den Straßenverkauf — der Gaststätte Contze, lediglich im zweiten Akt wechselt der Ort des Geschehens in den Ballsaal des alten Kurhauses. Im Mittelpunkt stehen Öcher Originale wie d‘r Nandes, d‘r Örjelsman, d‘r Poliss Noppenei, et Maatwiiv, de Frau Timm und wie sie alle heißen, aber vor allen Dingen der Lennet Kann, den Kurt Joußen bereits seit 33 Jahren verkörpert. Die Hauptrollen übernehmen Elke Eschweiler als Witwe Anna Contze, Wirtin der gleichnamigen Gaststätte, Esther Widua als ihre jüngere Schwester Marie und Helga Vondenhoff als Berta Flaam, die Köchin bei Contze ist. In den männlichen Hauptrollen sind Lothar Engels als Referendar Friedrich von Wittgenstein und Hubert Cosler als Sergeant Cornelius Capellmann zu sehen.

Angelehnt an „Drei alte Schachteln“

Die Handlung lehnt sich an das Libretto der 1917 uraufgeführten Operette „Drei alte Schachteln“ des Berliner Komponisten Walter Kollo an und es geht operettenüblich um Herz und Schmerz, um zarte Liebe, um Entfremdung, Abschied und Wiedersehen und glücklichen Ausgang. Das alles inszeniert Regisseur Roman Kohnle auf klassische Weise im Bühnenbild und in Kostümen aus der Zeit der Handlung. Und natürlich wird die Geschichte wieder eingerahmt von mehr als 20 alten, meistens nicht ganz ernsten Aachener Heimatliedern, die Kurt Joußen im Laufe der Zeit gesammelt und auf CD eingespielt hat. Für weitere Unterhaltung auf der Bühne sorgen darüber hinaus ein Ballett unter der Leitung von Maria Saacke, der Kinderchor von St. Katharina in Forst unter der Leitung von Frank Sibum und ein Regiments-Offizierskorps, das von der KG Öcher Storm unter ihrem Kommandanten Bernd Schäfer dargestellt wird.

Die fröhliche, harmonische, entspannte und zugleich konzentrierte Atmosphäre, die bei der Probenarbeit herrschte, macht Lust auf die Premiere im Eurogress. Erleben kann man „Lennet Kann — Das Musical II“ bei der Premiere am Mittwoch, 31. Oktober, um 19 Uhr im Brüssel-Saal des Eurogress. Die weiteren Vorstellungen gibt es am Freitag, 2. November, um 19 Uhr, am Samstag, 3. November, um 15 Uhr und um 19.30 Uhr sowie am Sonntag, 4. November, um 15 Uhr (mit ermäßigtem Eintritt für Kinder und Jugendliche) und um 19.30 Uhr.

Karten sind zum Preis von 28 Euro beim Theater- und Konzertverein Aachen, Renate Joußen, Turpin­straße 135, 52066 Aachen, Telefon 0160/91238263, per E-Mail bei renate@lennet-kann.de oder beim Kundenservice des Medienhauses Aachen am Elisenbrunnen sowie im Verlagsgebäude an der Dresdener Straße erhältlich.

Mehr von Aachener Zeitung