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Landesverband der Freien Bauern kritisiert die Städteregion Aachen

Rinderherpes : Menschenkette gegen Massentötung von Rindern

Weil sie sich gegen die Massentötung von Rindern im Aachener Süden zur Wehr setzen wollen, rufen Vertreter der Organisation Freie Bauern Nordrhein-Westfalen am 12. Januar zu einer Menschenkette im Aachener Ortsteil Nütheim auf.

Die Freien Bauern Nordrhein-Westfalen rufen auf zu einer Menschenkette um den Stall der Familie Giesen in Aachen-Nütheim, Nütheimer Straße 91, am Sonntag, dem 12. Januar 2020 um 14 Uhr. „Mit der Aktion zeigen wir, dass wir die Tiere vor einer sinnlosen Massentötung durch das Veterinäramt beschützen wollen“, sagt der Landessprecher der Organisation Karl-Heinz Krebs, Landwirt aus Heinsberg.

In der Städteregion Aachen sollen zwei Milchviehherden mit zusammen rund 800 Kühen, Jungrindern und Kälbern getötet werden, weil sich ein Teil davon mit Rinderherpes infiziert hat. Die Bauern wehren sich dagegen, bis zur gerichtlichen Entscheidung ist die Massentötung ausgesetzt worden. Für Krebs handelt es sich bei der Tötungsanordnung um eine völlig überzogene Maßnahme der Veterinärbürokratie:

„Die Kühe sind gesund, die Krankheit ist nicht ausgebrochen und wird wahrscheinlich nie ausbrechen. Milch und Fleisch von den infizierten Tieren sind ungefährlich für Menschen. Im benachbarten Belgien und Holland wird Rinderherpes fast gar nicht bekämpft, dort dürften die Kühe also weiterleben.“

Mehr als 70.000 Menschen haben inzwischen eine Petition gegen die Massentötung unterzeichnet, Politiker aus der Region engagieren sich für eine Lösung, bei der die Herden aus dem Bestand heraus saniert werden können. Sogar ein Runder Tisch mit Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser hat bereits stattgefunden.

Krebs: „Die Menschenkette ist ein Symbol für unsere Solidarität. Wir stehen hinter den betroffenen Bauernfamilien und fordern die Landwirtschaftsministerin auf, diesem bürokratischen Wahnsinn ein Ende zu bereiten.“ Auch alle Bürger aus Aachen und Umgebung, die eine naturverbundene Landwirtschaft erhalten wollen, sind eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen.

(red)