Aachen: Ladies in Black vor der Heimspielpremiere

Aachen: Ladies in Black vor der Heimspielpremiere

Der Blick in die Vitrine am Eulersweg weckt Erinnerungen. Und Hoffnungen. Im Grunde beides, weil sowohl der silberne Pokal aus der Meisterschaftssaison 2013 als auch die Vizemedaille aus dem Volleyball-Pokalfinale in diesem Sommer Appetit machen auf das erste Heimspiel der Ladies in Black am kommenden Samstag.

Dann geht es ab 19 Uhr in der Halle Neuköllner Straße gegen die Roten Raben Vilsbiburg um Meisterschaftspunkte und eine erste Orientierung in der Tabelle. Auch wenn der Auftaktsieg am Dienstag in Berlin noch keine Weichenstellung ist.

Stellt die neue Kampagne „The Black Effect“ vor: Ladies-Geschäftsführer Bastian Heckert. Foto: Andreas Steindl

Bastian Heckert, Geschäftsführer der Ladies, hat am Samstagabend ein Vorbereitungsprogramm absolviert, das vergleichbar anstrengend zu dem der Bundesliga-Volleyballerinnen ist. Fortsetzung unvermeidlich. Im zweiten Jahr seiner Tätigkeit und dem achten der Ladies in der 1. Liga ist die Arbeit nicht weniger geworden. „Aber wenn wir am Samstagabend 900 bis 1000 euphorische Zuschauer begrüßen, hat sich alles gelohnt“, sagt Heckert. In jedem Fall sollen die Zuschauer im Zusammenspiel mit den Volleyballerinnen die Begeisterung vergangener Jahre weitertragen.

Die finanzielle Situation ist nach wie vor unerfreulich. Die bisherigen Hauptsponsoren Stawag, NetAachen, Emerson und Sparkasse halten die Treue wie auch die kleineren Partner. Aber der Verband erhöht ständig die Auflagen — was Geld kostet. So muss das ehrenamtliche Team Volley zu jedem Spiel einen vorgeschriebenen speziellen, linienfreien Rollboden auslegen. „Auch drei Vollzeitstellen schreibt die Liga jedem Klub vor“, schildert der Geschäftsführer Hürden, die nicht sein müssten. Verlass ist da zum Glück auf das Team Volley und dessen enorme ehrenamtliche Hilfsbereitschaft.

Da hat die neue Image-Kampagne geradezu Symbolwert. „The Black Effect“ lautet der Titel, der auf die magischen Effekte der Spielerinnen setzt und mit Elementen hoher Dynamik und Power spielt. Sie wird sowohl die Plakate als auch das Volley-Magazin prägen. Neu gestaltet wurde die Preisstruktur. Die Preise für Vollzahler wurden leicht angehoben (12/9 Euro), um die Finanzierung einer günstigen Karte für Kinder/Jugendliche (6 Euro) zu ermöglichen. Kinder unter zehn Jahren haben freien Eintritt. Und wer sich ein Ticket im Vorverkauf sichert, spart jeweils einen Euro. Karten im Vorverkauf gibt es unter anderem im Kundenservice Medienhaus in der Großkölnstraße 56 und im Verlagsgebäude an der Dresdener Straße. Oder beim PTSV am Eulersweg 15 selbst. Dort kann man sich gleichzeitig mit neuen Fan-Utensilien wie Kappen, T-Shirts, Schlüsselanhängern, Tassen etc. eindecken.

Voll wird es am Samstagabend aber nicht nur in der Halle, sondern auch auf dem Parkplatz am Schulzentrum an der Neuköllner Straße. Denn neben den Ladies spielt im Zentrum auch der Instrumentalverein Eilendorf — ebenfalls eine Veranstaltung mit starkem Besuch. Man sollte sich also rechtzeitig zu Fuß oder per Bus auf den Weg machen, um zu sehen, wie die Ladies hoffentlich die Roten Raben rupfen. Dies wäre dann ein wichtiger Schritt, um den Saisonwunsch von Bastian Heckert Wirklichkeit werden zu lassen: „Ich hoffe auf den 6. Tabellenplatz und damit auf die direkten Play-Offs um die deutsche Meisterschaft.“

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