Klarer Sieg vor eigenem Publikum: Ladies in Black auch im vierten Spiel in Folge dominant

Klarer Sieg vor eigenem Publikum : Ladies in Black auch im vierten Spiel in Folge dominant

Als die Begegnung beendet war nach 75 Minuten reiner Spielzeit und Schwarz-Weiß Erfurt von den Ladies in Black Aachen mit einem klaren 0:3 (19:25, 17:25, 21:25) wieder zurück Richtung Thüringen geschickt wurde, nahm Erfurts Trainer Jonas Kronseder seiner Aachener Kollegin Saskia van Hintum die Analysearbeit ab.

 „Aachen hat die ersten beiden Sätze dominiert, hat gut im Block gestanden und gut aufgeschlagen“, befand der Coach. „Wir haben uns im dritten Satz nicht aufgegeben, aber dann haben die Ladies einfach um fünf Prozent aufgezogen.“

Die Aachenerinnen hatten mit dem vierten Liga-Sieg in Folge jedenfalls ihre Aufgaben erfolgreich erledigt und zogen am USC Münster vorbei. Der hatte sich vor dem Aufeinandertreffen der beiden NRW-Klubs am Mittwoch noch Hoffnungen gemacht, mit einem konfortablen Vorsprung auf Aachen und den fünften Platz in die Rückrunde zu starten. Denn nur die ersten vier Ränge in der Hauptrunde bedeuten Heimrecht im ersten Spiel der Play-offs.

Tatsächlich fällt die Analyse des Erfurt-Spiels auf den ersten Blick nicht sonderlich schwer, die Eckpunkte sind schnell genannt: Die Ladies leisteten sich bei den Aufschlägen weniger Fehler und machten mehr Punkte als der Gegner, demzufolge hatte Erfurt weitaus größere Probleme in der Annahme und konnte seltener effektive Angriffe inszenieren. Und wenn es doch dazu kam, blieben die Gäste häufig am überragenden Aachener Block hängen.

„Ich habe erst durch unseren Hallensprecher André Schnitker erfahren, dass ich in der Bundesliga als erfolgreichste Blockspielerin geführt werde“, freute sich die Aachenerin Krrista DeGeest, die auch als wertvollste Spielerin der Partie ausgezeichnet wurde. „Der Block ist zwar eine unserer großen Qualitäten, aber wir haben als Mannschaft gut funktioniert und jede Spielerin hat ihren Anteil am Erfolg“, meinte die 29-Jährige.

Doch wie so oft im Spitzensport ist das, was von außen betrachtet vermeintlich federleicht aussieht, zumeist mit harter Arbeit verbunden – und die gesamte Kette muss funktionieren. Die schnellen Angriffe über die Mitte durch DeGeest und Kapitänin Lisa Gründing, in Szene gestezt durch Zuspielerin Denise Imoudu, die gegen Erfurt den Vorzug vor Aziliz Divoux bekam – das Resultat unzähliger Wiederholungen. Die mutigen und mit Wucht vorgetragenen Angriffe durch die Schweizerin Maja Storck auf der Diagonalposition, die mehr als die Hälfte ihrer Versuche im gegnerischen Feld unterbrachte: gut orchestrierte und von der Feldverteidigung abgesicherte Attacken.

Doch da Saskia van Hintum nach den Aussagen von Kronseder auf die Frage nach ihrer Zufriedenheit nur noch das Mikrofon Richtung Publikum halten musste, blieb schnell Zeit den Blick schon auf das Rückspiel im CEV-Pokal am Mittwoch gegen Kalcit Kamnik zu richten: „Wenn wir so konzentriert wie gegen Erfurt oder zuletzt gegen Münster agieren, haben wir eine gute Chance, den Einzug ins Viertelfinale zu schaffen.“

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