Aachen: Kunterbunter Kennedypark: 15.000 Krokusse

Aachen: Kunterbunter Kennedypark: 15.000 Krokusse

Mit großen Augen stehen rund 20 Mädchen und Jungen am Eingang des Kennedy-Parks. Alle haben einen kleinen Spaten in der Hand. Eifrig buddeln sie Löcher und pflanzen mit viel Enthusiasmus Blumenzwiebeln in die Grünfläche. Sie alle sind von der integrativen Grundschule Elsassstraße, haben also quasi ein Heimspiel im naheliegenden Park.

Gemeinsam mit Karen Roß-Kark vom Fachbereich Umwelt sowie ein paar fleißigen Helfern der Stadt Aachen werden 15.000 Krokusse im Kennedypark gepflanzt. Das sieht nicht nur im kommenden Frühjahr schön aus, sondern fördert auch das Umweltbewusstsein der Kinder.

15000 Blumenzwiebeln für den Kennedypark: Die Kinder der Schule Elsassstraße betätigten sich als Nachwuchsgärtner - im Frühjahr folgt das Ergebnis. Foto: Andreas Steindl: Foto: Andreas Steindl:

„Für die Mädchen und Jungen ist es toll zu sehen, wenn im nächsten Jahr die Krokusse blühen. Dann können sie sagen: Das habe ich gepflanzt!“, beschreibt Roß-Kark. Dabei sind der Kreativität der Kleinen keine Grenzen gesetzt. „Im letzten Jahr wurden einige Krokusse beispielsweise als Stern oder Herz geformt eingepflanzt“, sagt Roß-Kark.

Aber nicht nur Spiel und Spaß stehen auf dem Programm beim Pflanzen der Blumenzwiebeln. „Die Kinder sollen auch die Natur mit ihren Sinnen wahrnehmen. Viele sind kaum noch draußen. Hier können sie Natur spüren, fühlen und erleben“, sagt Cemile Yesil, Lehrerin an der Grundschule Elsassstraße.

Die Beteiligung an der großen Pflanzaktion ist in diesem Jahr zwar nicht gerade sehr groß, aber im Laufe des Morgens kommen immer wieder neugierige Passanten und Anwohner dazu, die dabei helfen, ihren Park zu verschönern.

Die Freude der Kinder kann nicht einmal das herbstliche Wetter trüben. „Das macht richtig viel Spaß! Ich freue mich schon darauf mit meinem Papa im nächsten Jahr zu sehen, wie die Pflanzen blühen“, sagt der kleine Jeremy strahlend.

Und auch seine Lehrerin findet die Pflanzaktion gut: „Dadurch entwickeln die Kinder ein neues Umweltbewusstsein. Außerdem werfen sie jetzt nicht mehr Müll in den Park, weil sie wissen, dass sie hier selbst gearbeitet und den Park verschönert haben“, sagt Yesil.