Aachen: Kunterbunt oder streng: Afrikanische Kunst in Aachen

Aachen : Kunterbunt oder streng: Afrikanische Kunst in Aachen

El Loko ist wieder da! Mit afrikanischen Masken, gemalt auf einem Bettlaken, bietet der Aachener Künstler den Blickfang der aktuellen Ausstellung in der Galerie Artco. Rot, Gelb und Blau sind die dominierenden Farben des „Bettgeflüsters“ des ersten afrikanischen Beuys-Schülers. Eine unverwechselbare Handschrift besitzt auch Claude Chandler, der Porträts in ungewöhnlichen Farben malt.

Ebenfalls einzigartig sind die in schmale Streifen gefalteten Porträts von Gary Stephens, der Frauen mit kunstvoll drapierten Tüchern oder afrikanischen Frisuren in Schwarz-Weiß zeichnet oder als Ganzkörperfotografie aufnimmt. Jedes noch so kleine Detail erhält durch die strengen Längsstreifen eine besondere Tiefenschärfe und Dynamik.

Neu im Programm der Galeristen Jutta und Joachim Melchers ist die Malerin Ange Swama. Sie malte eine afrikanische Soldatin. Ihr Körper ist fast nackt, der Bauch scheint in feurigen Farben zu brennen. Das Wesentliche jedoch ist der fehlende rechte Busen: wie eine antike Amazone braucht die afrikanische Kämpferin ihn nicht, weil er beim Schießen stört.

Diese Ausstellung ist noch bis 22. September in der Galerie am Seilgraben 31 zu sehen (dienstags bis freitags 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden.

www.artco-art.com

(ipf)