Aachen: Kunst soll Orient mit dem Okzident verbinden

Aachen: Kunst soll Orient mit dem Okzident verbinden

Genau 20 Quadratmeter nennt Nasser Eghbalpour sein Eigen. Nicht viel Platz für eine Galerie, aber fragt man den Künstler und Wirtschaftsingenieur selbst, so betont er: „Es geht nicht um die Größe, sondern darum, was man daraus macht.“ Und aus der kleinen, gemütlichen Galerie in der Jakobstraße 202 macht der aus Shiraz stammende Maler eine Menge.

Kurz vor der Eröffnung und seiner damit verbundenen Ausstellung schaut Eghbalpour ganz genau, wo welches Bild am besten zur Geltung kommt. Die Idee zur Gründung eines eigenen Ateliers hatte er schon lange, nur der passende Raum zur Realisierung fehlte. „Bereits seit 2011 bin ich Mitglied im Atelier Freie Malerei der Bleiberger Fabrik sowie in der Künstlergemeinschaft Atelier Halle 1. In meinen Arbeiten versuche ich, meine Gefühle, meine Eindrücke, meine Träume und meine Visionen durch Zeitgeschehen in den verschiedenen Kulturen in Form und Farbe auf Leinwand festzuhalten“, ergänzt Eghbalpour.

Deshalb sieht er seine Galerie auch als eine Brücke zwischen zwei Kulturen an, als Verbindung zwischen Orient und Okzident und zwischen Aachen und Shiraz. „Ich möchte mit anderen Künstlern zusammenarbeiten, kleine Lesungen veranstalten und dabei stets den kulturellen Austausch in den Mittelpunkt stellen. Des Weiteren wünsche ich mir, dass ich den Besuchern neue Perspektiven eröffnen und die Beziehung von Kunst und Kultur weiter vertiefen und differenzierter betrachten kann“, so Eghbalpour.

In seinen eigenen Malereien setzt er sich unter anderem mit sozialen Themen seines Herkunftslandes auseinander, wie beispielsweise der Zwangsheirat oder dem Widerspruch zwischen Logik und Gefühl.

Nasser Eghbalpour hofft, dass er mit einem kleinen Raum voller Kunst und Kultur viele Menschen erreicht, denn für ihn steht fest: „Kunst verbindet, Kunst verändert und Kunst erreicht.“