Aachen: Künstlerteam „Plan 2“ stellt zum Thema „Reflex“ im Kunstwechsel aus

Aachen: Künstlerteam „Plan 2“ stellt zum Thema „Reflex“ im Kunstwechsel aus

Mehrere Plexiglasplatten mit Fotografien, die einander überlagern, hängen von der Decke. Die Fotos zeigen verschiedene Motive, eines zeigt das Bild einer alten Uhr, das andere die Zeichnung eines Querschnitts des menschlichen Kopfes aus einem Anatomiebuch.

Karin Odendahl und Arndt Lorenz, die auch als das Aachener Künstlerteam „Plan 2“ bekannt sind, stellen zum Thema „Reflex“ im „Kunstwechsel“, Wilhelmstraße 26, aus. Gezeigt werden Werke auf unterschiedlichen Materialien, wie Plexiglas, kleinen Betonplatten und Papier, aber auch verschiedene Videoinstallationen und ein gemeinsames Projekt, das Video und Fotografie als Medien verbindet.

Anlässlich der Vernissage am Freitag um 20 Uhr wird es eine Besonderheit geben: Die Fotos und Videos der Künstler werden während einer Tanzperformance auf die Körper von zwei Tänzern projiziert. Als „Plan 2“ lädt das Künstlerteam andere Künstler zu ihren Ausstellungen ein und diese tragen etwas dazu bei - ohne Honorar. „Alle profitieren von der Verbindung der Künstler“, sagt Odendahl. Denn für die Literaten und Musiker, die im Rahmen der Ausstellung im Kunstwechsel auftreten, bietet dies natürlich auch eine neue Erfahrung. Während der Veranstaltungen werden Spenden gesammelt, die an die auftretenden Künstler gehen.

Die Kunstwerke, die ausgestellt werden, lassen Raum zur Interpretation und die Künstler haben zusätzlich kleine Details versteckt. Das Thema der Ausstellung spiegelt sich mehrfach wider. „Reflex hat verschiedene Bedeutungen“, so Lorenz. Das gemeinsame Projekt der Künstler zeigt dies sehr deutlich. Auf die Wand wird eine zufällige Abfolge von Bildern projiziert, die mit einem vorgegebenen Film überlagert werden. Es entstehen ständig neue Parallelen und Brüche zwischen den Bildern. Aber auch in den Kunstwerken zeigt sich Reflektion, im Medium selbst, wie im Plexiglas oder in einem der Videos, in dem Schrift auf dem Körper eines Tänzers reflektiert wird.

In einem sind sich die beiden Künstler auf jeden Fall einig: „Wir haben einen Kosmos geschaffen, der sehr persönlich ist, und es wäre schön, wenn die Leute sich in seinen Bann ziehen lassen“, hofft Odendahl auf positive Resonanz