Aachen: Künstler engagieren sich für Hospizidee der Stiftung Region Aachen

Aachen : Künstler engagieren sich für Hospizidee der Stiftung Region Aachen

„Kunst erleben und dabei Gutes tun“ — unter diesem Motto geht die Benefiz-Kunstauktion zugunsten der Hospizstiftung Region Aachen bereits in die dritte Runde. Am Sonntag, 17. Juni, werden in der Aula Carolina an der Pont-straße nahe dem Markt gut 30 Kunstwerke von lokalen, regionalen und internationalen Künstlern zur Versteigerung geboten.

Ulla Schmidt, Vorsitzende des Kuratoriums der Hospizstiftung und Mitglied des Bundestages hofft, dass durch die Auktion erneut viel Geld für den guten Zweck zusammenkommt. „Die Hospizstiftung Region Aachen hat sich zum Ziel gesetzt, schwerkranke Menschen am Lebensende hervorragend palliativ-medizinisch zu versorgen und mitmenschlich zu begleiten.

Das Hospiz am Iterbach trägt dazu bei, die Versorgungslücke für stationäre Betreuung in unserer Region zu schließen. Insgesamt benötigen wir eine Summe von 3,2 Millionen Euro, 2,3 Millionen wurden schon durch Spenden in der letzten Zeit gesammelt“, so Schmidt.

Allerdings fehlt noch eine ganze Menge an Geldern, um den Finanzierungsplan zu erfüllen. Die Spendenbereitschaft sei enorm, was durch verschiedene Aktionen immer wieder deutlich werde, sagt Schmidt ferner. Der Aufenthalt ist für alle Gäste im Hospiz kostenfrei — unabhängig von Konfession und Weltanschauung.

Andreas Petzold, Galerist der Galerie am Elisengarten, ist gemeinsam mit Boris Bongers, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums, Auktionator der Kunstversteigerung und seit Beginn an Förderer der Kunstauktion. Für ihn eine Herzensangelegenheit, wie er betont: „Ich freue mich sehr, dass auch dieses Jahr wieder viele Künstlerinnen und Künstler Teil der Benefizauktion sein möchten.“

Erik Offermann, Jupp Linssen oder auch Günther Beckers seien nur ein paar der Teilnehmer. Einige von ihnen, wie beispielsweise Willi Lemke oder Detlef Kellermann, beteiligen sich ebenfalls seit der ersten Versteigerung regelmäßig.

Nicht selten besteht bei vielen Künstlern eine persönliche Beziehung zum Hospiz und das Thema des würdevollen Sterbens ist bei Weitem kein fremdes mehr.

Martin Brandt, Vorstandsmitglied der Hospizstiftung und bei Homecare, erreichen ausschließlich positive Rückmeldungen bezüglich des Hospizes am Iterbach. „Die Resonanzen sind konstant auf einem sehr hohen Niveau. Wir erfahren viel Dankbarkeit und Zuspruch.

Unsere Auslastung liegt bei weit über 90 Prozent und mitunter haben wir zu wenig Betten für die ganzen Anfragen. Die vielen Mitarbeiter und Ehrenamtler leisten eine unglaublich wichtige und tolle Arbeit. Sie schaffen es, den letzten Lebensabschnitt qualitativ gut und würdevoll zu gestalten.“

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