Aachen: Krippenausstellung im Missio-Laden: Kinderschutz ist das Anliegen

Aachen : Krippenausstellung im Missio-Laden: Kinderschutz ist das Anliegen

„Auf Tuchfühlung mit Gott gehen“ — so ist es dem früheren Bischof Klaus Hemmerle bezüglich der Heiligtumsfahrt und der Verehrung der Tuchreliquien eingefallen. Dompropst Manfred von Holtum empfindet Krippen als ein ebenso gutes Medium dafür. „Auch sie haben direkt mit der Menschwerdung Gottes zu tun“, sagte er bei der Eröffnung der Krippenausstellung in „Weltweit am Dom“, dem Missio-Laden am Domhof.

Zum 23. Mal werden in dem Lädchen mehr als 150 Krippen, gefertigt von Künstlern aus 30 Ländern der Dritten Welt, zum Betrachten und zum Kauf angeboten. Die Ausstellung „Begegnet dem Kinde“ ist Teil des Aachener Krippenweges. Prälat Dr. Klaus Krämer stellte als Präsident der katholischen Hilfswerke „Missio“ und „Kindermissionswerk“ besonders die Schutzbedürftigkeit von Kindern heraus: „Das fällt einem wohl als erstes ein, wenn man eine Krippe betrachtet.“

Im Kindermissionswerk nimmt der Kinderschutz seit neuestem eine stärkere Rolle ein: Nicht nur die kommende Sternsinger-Aktion dreht sich um das Thema Kinderarbeit. „Wir sensibilisieren derzeit alle Projektpartner“, berichtete Krämer. Der Erlös aus dem Krippenverkauf fließt in die Finanzierung von Projekten der beiden Hilfswerke.

Dr. Manfred Körber, Diözesandirektor von „Missio“, freute sich, dass Krippen aus Asien, Afrika und Ozeanien erstmals auf Schloss Merode in Langerwehe im Rahmen des Weihnachtsmarktes in einer Ausstellung vom 13. bis 17. Dezember gezeigt werden. Prinz und Prinzessin von Merode, Klaus-Ludwig und Clotilde, sind dankbar, „dass wir über die Krippenausstellung einmal mehr die christlichen Wurzeln des Weihnachtsfestes hervorheben können“. Die Krippen von „Weltweit am Dom“ zeigten zudem, dass sich Kirche in besonderer Weise für die Nächstenliebe engagiere. Diese Botschaft zu transportieren sei auch das Anliegen der 26 ehrenamtlichen Mitarbeiter des Missio-Ladens. „Wir wollen die Krippen nicht nur verkaufen, sondern über sie den Menschen begegnen“, betonte Thomas Bürgerhausen.

„Weltweit am Dom“, Münsterplatz 28, zeigt die „Krippen der Einen Welt“ bis 13. Januar. Der Laden im Schatten des Doms ist montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.